Radwegekonzept des Landkreises:
Vorschläge für Hattenhofen
Der Vorsitzende informiert darüber, dass der Landkreis im Jahr 2009 ein Radwegekonzept für seine Kommune erstellt hat, welches die Gemeinde Hattenhofen in den folgenden Jahren auf Ihrer Gemarkung weitestgehend umgesetzt hat. Hierbei sei insbesondere auf die innerörtlichen Radschutzstreifen, eine einheitliche Radwegebeschilderung sowie den Radweg nach Schlierbach verwiesen. Im Jahr 2023 erfolgte ein Update und der damalige Gemeinderat hat teilweise beschlossen bzw. zur Kenntnis genommen, dass noch Verbesserungen an den Radwegebeschilderungen nach Zell unter Aichelberg ausstehen und die Aufnahme des Feldweges im Gewann Hummelberg in Richtung Göppingen in das Radewegenetz erfolgte. Damals wurde auch Kritik geübt an den Sichtverhältnissen am Ende des Radwegs, aus Richtung Schlierbach, Einmündung Kreisstraße kommend. Abgelehnt wurde zu dieser Zeit auch die asphaltierte Befestigung eines vom Feldweg beim Berghof abzweigenden Stichwegs nach Albershausen. Der Vorschlag der Stadt Uhingen, den Feldweg nach Sparwiesen zu asphaltieren, wurde von Seiten der Stadt Uhingen aus finanziellen und ökologischen Gründen nicht mehr weiterverfolgt. Die Maßnahme hätte voraussichtlich auch in der Gemeinde Hattenhofen keine Mehrheit gefunden. Im April 2024 hat dann das beauftragte Planungsbüro den Gemeinden einen neuen erweiterten Entwurf vorgestellt. Zu diesem konnten sich die Gemeinden in den vergangenen Monaten äußern. Hierbei begrüßte die Verwaltung mit Hinweis auf den Radweg nach Schlierbach das Ausbauprogramm in Form eines Radweges entlang der Kreisstraße 1419 in Richtung Göppingen nach Schopflenberg. Es ist der Bau eines Radwegs entlang der Kreisstraße Richtung Schopflenberg – Bezgenriet vorgesehen sowie eine damit verbundene Fahrbahneinengung bzw. Mittelinsel am Ortsausgang Richtung Bezgenriet. Dieser Radweg ist in einer ersten Bewertung sicherlich nicht so nötig wie der gebaute Radweg nach Schlierbach, da man gefahrlos auch über den Feldweg, Ausgangs Reustadt nach Schopflenberg radeln kann.
Ein weiteres Thema stellt eine Querungshilfe auf Höhe des Feldweges zum Riedenhof und Rosswanghof dar. Dieser sollte nach Auffassung der Verwaltung ggfs. weiterverfolgt werden.
Dabei steht noch ein Gespräch mit der Gemeinde Albershausen an, da auf deren Gemarkung ebenfalls eine Querung über die Kreisstraße ansteht bzw. vorgeschlagen wird. Eventuell reicht bei diesen Überlegungen eine Querungshilfe aus bzw. man kann sich die Kosten für zwei Querungen in relativ kurzem Abstand sparen.
Weitere im Radwegkonzept vorgeschlagenen Maßnahmen wie:
Markierung der Radwege bzw. Ausweisung einer Fahrradstraße in der Hauptstraße hält die Verwaltung nicht für zielführend bzw. auch nicht für realistisch.
Das Radwegkonzept des Landkreises kann seit Sommer 2025 auch online eingesehen werden.
Inwieweit die Fördermittel des Landkreises noch weiter zur Verfügung stehen, muss noch abgefragt werden.
Neben dem Landkreiskonzept gibt es zum wiederholten Mal den Antrag eines Alltagsradlers aus der Nachbargemeinde, den Feldwegstich nach Albershausen, abzweigend vom Berghof, zu befestigen bzw. entsprechend zu verbessern. Die Verwaltung möchte dieses Thema gerne aufgreifen und ermitteln, mit welchem finanziellen Aufwand eine Verbesserung erreicht werden kann.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass das Radwegenetz in Hattenhofen in einem ordentlichen bzw. guten Zustand ist. Zusätzliche Maßnahmen im Bestand hält die Verwaltung für derzeit nicht erforderlich auch aus Kostengründen.
Der Radweg auf der Kreisstraße nach Göppingen-Schopflenberg ist wohl ein mittel- bis langfristiges Projekt, sollte es überhaupt zur Umsetzung kommen. Die beiden Querungen auf der Kreisstraße nach Albershausen sowie eine evtl. Verbesserung des Stichs nach Albershausen würde die Verwaltung zunächst mit der Nachbargemeinde und mit den verantwortlichen Stellen im Landkreis abklären und eine endgültigen Entscheidung im Gemeinderat vorbereiten.
In der Aussprache legten verschieden Sprecher des Gremiums dar, dass eine gesonderte Radwegverbindung nach Göppingen-Schopflenberg durchaus positiv gesehen wird, jedoch wohl auf Grund der finanziellen Lage in absehbarer Zeit nicht realisierbar erscheint. Es wurde jedoch auch entgegenhalten, dass schon eine gute Radverbindung über den Hummelberg über die örtlichen Feldwege Richtung Bezgenriet vorhanden ist und dieser Radweg entlang der Kreisstraße nicht unbedingt erforderlich ist. Hinsichtlich des Feldwegstichs nach Albershausen begrüßt die Mehrheit des Gemeinderats eine mögliche Verbesserung durch einen sogenannten Spritzbitumenbelag. Eine Asphaltierung dieses Weges scheidet stand heute für den Gemeinderat aus.
Die Verwaltung wurde hierbei gebeten, die konkrete Maßnahme kostenmäßig zu erfassen und mit den verantwortlichen Stellen zu besprechen. Hinsichtlich der Querungshilfen entlang der Kreisstraße nach Albershausen wurde verschiedentlich darauf hingewiesen, ob die Erforderlichkeit überhaupt gegeben ist. Wäre es nicht denkbar, dass mit einer örtlichen Beschränkung auf 50 kmh der gleiche Zweck, eine Verbesserung der Querung, erreicht werden kann.
Ergänzend kamen aus dem Gemeinderat zwei weitere Anregungen.
Zum einen sollte die Feldwegsenke an der Teichkläranlage dahin optimiert werden, dass das Wasser abläuft und ein gutes Befahren und Begehen möglich ist. Zum anderen wurde die Verwaltung gebeten, bei der Gemeinde Zell unter Aichelberg nachzufragen, inwieweit nach dem Kreisverkehr Richtung Ohmden in Richtung Gewerbegebiet Wängen ein noch fehlendes Radwegstück angelegt werden kann, um eine durchgehende Radwegverbindung zu erreichen.
Abschließend nahm der Gemeinderat von den Ausführungen Kenntnis und die Verwaltung erhielt den Auftrag die offenen Punkte zu klären und wieder im Gemeinderat zur weiteren Entscheidung zu berichten.
Umgestaltung des Schulhofes
Der Vorsitzende berichtete darüber, dass sich seit geraumer Zeit der gemeindliche Ausschuss der Gebäudebesichtigungskommission, die Verwaltung und die Grundschule in Zusammenarbeit mit der Elternvertretung mit der Umgestaltung des im Jahr 1991 erstellten oberen Schulhofbereichs beschäftigt. Der untere Schulhofbereich mit Treppenanlage, Gerätehütte, Kleinspielfeld, Kletterwand, grünes Klassenzimmer, Spielgeräte sowie Tennisplatte ist aktuell auf einem guten bzw. ordentlichen Stand und wurde in den vergangenen Jahren immer wieder erneuert. Auch der Piratenspielplatz in unmittelbarer Nähe bietet eine hervorragende Spielmöglichkeit. Die Neugestaltung des oberen Schulhofbereiches sieht insbesondere die Aufbringung eines neuen Oberflächenbelages mit Betonpflastern, den Bau einer Hügellandschaft mit zwei engmaschigen Trampolinen, den Einbau von Sitzmöglichkeiten, die Pflanzung von Torbäumen als auch verschiedene Raster für kreatives Spielen vor. Auf dem nachfolgenden Gestaltungsplan wird hierbei verwiesen.
Derzeit geht die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Bauhof davon aus, dass bei einer Umsetzung der Umgestaltung durch den Bauhof mit Kosten von ca. 148.000 Euro inkl. Personalkosten zu rechnen ist.
Ergänzend weist die Verwaltung daraufhin, dass im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Schulhofes auch die Zufahrt für die Feuerwehr optimiert wird. Die Umsetzung soll nach Abschluss der Bauarbeiten des Bauhofes am Friedhofsparklatz beginnen. Die vom Bauhof zu pflasternder Fläche umfasst eine Quadratmeterzahl von 325 qm. Beim derzeit im Umbau befindlichen Friedhofparkplatz handelt es sich um eine Fläche von 500 qm, so dass der Bauhof auch den Schulhof fachlich und personell stemmen kann. Aus Reihen des Gemeinderats wurde darauf hingewiesen, dass ein gutes Vertrauen des Gemeinderats in die ausgearbeitete Planung besteht und die Ausführung durch den Bauhof sicherlich eine feine Sache wird.
Im Hinblick auf den Standort der Hügellandschaft ist zu prüfen, inwieweit die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr im Hinblick auf die Fluchtwege über die Fenster in der Grundschule gegeben ist. Auf Nachfrage informiert der Vorsitzende darüber, dass die Hügellandschaft mit dem gleichen Belag versehen werden soll wie das Streetballfeld. Auch weitere Redner aus dem Gemeinderat begrüßten die Umgestaltung des Schulhofs und sehen wiederum eines Qualitätsgewinn für die Gemeinde.
In diesem Zusammenhang wurde auch darum gebeten, da die Frage eines Sonnenschutzes mit Sonnenseegel zu prüfen. Bei der Bauzeit gehen die Beteiligten davon aus, dass mit ca. acht bis zwölf Wochen je nach Witterung und personellem Einsatz gerechnet werden muss.
Zum Schluss stimmte der Gemeinderat einstimmig der Umgestaltung des oberen Schulhofbereichs durch den Bauhof zu.
Beteiligungsbericht für 2024
Nach §105 der Gemeindeordnung hat die Gemeinde zur Information des Gemeinderats und Ihrer Einwohner jährlich einen Bericht über die Unternehmen in einer Rechtsform des privaten Rechts, an denen sie beteiligt ist zu erstellen. Die Gemeinde Hattenhofen ist insbesondere an der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft mbH, der Hattenhofer Solarstrom GbR, der Kreisbaugesellschaft mbH Filstal, der Volksbank Göppingen e.G., der Bürgerenergiegenossenschaft Voralb e.G., der Datenzentrale Baden-Württemberg Komm.ONE, am Zweckverband Uhinger Wasserversorgung sowie am Zweckverband Gigabit des Landkreises Göppingen beteiligt.
Ohne Aussprache nahm der Gemeinderat vom Beteiligungsbericht 2024 zustimmend Kenntnis.
Verbandsversammlung Raum Bad Boll
Der Verbandsversammlung tagt am 3. März 2026 in Zell unter Aichelberg und berät u.a. die Starkregenrisikomanagementplanung, eine punktuelle Fortschreibung des Flächennutzungsplans sowie die Feststellung des Jahresabschlusses 2025. Der Gemeinderat nahm die Tagesordnung zur Kenntnis und ermächtigte die Vertreter der Gemeinde zum freien Mandat bei den Abstimmungen.
PM Gemeindeverwaltung Hattenhofen