Besuch bei Zeller+Gmelin: Wie industrielle Tradition, Innovation und Ressourcenschutz zusammenwirken

Dr. Mariska Ott, Landtagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Göppingen, hat gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Andre Baumann und dem Kreisrat Matthias Dreikluft das Unternehmen Zeller+Gmelin besucht. Das in Eislingen ansässige Familienunternehmen, das in diesem Jahr sein 160jähriges Bestehen u. a. mit einem Tag der offenen Tür feiert, zählt zu den prägenden Industriebetrieben der Region und steht zugleich landesweit für Innovationskraft, nachhaltige Produktentwicklung und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Baumann ist Landtagsabgeordneter und seit 2016 Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg,

Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Produktionsstandorte, aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens in einer Zeit tiefgreifender industrieller Transformation. Thematisiert wurden insbesondere steigende Anforderungen an Energie- und Materialeffizienz, der zunehmende Wettbewerbsdruck auf internationalen Märkten sowie die Rolle politischer Rahmenbedingungen für Investitionen in nachhaltige Technologien.

Zeller+Gmelin ist in den vergangenen Jahren mehrfach vom Umweltministerium Baden-Württemberg für sein Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz ausgezeichnet worden. Das Unternehmen gehört zu den „100 Betrieben für Ressourceneffizienz“ im Land. Gewürdigt wurde dabei insbesondere die konsequente Verbesserung der Materialeffizienz, unter anderem durch den Einsatz digital gesteuerter Dosier- und Mischsysteme, mit denen Rohstoffe präzise eingesetzt, Verluste minimiert und Produktionsprozesse stabilisiert werden konnten.

Dr. Mariska Ott stellte beim Besuch die Bedeutung solcher Unternehmen für den Wahlkreis Göppingen heraus. Die Region sei seit jeher industriell geprägt und stehe heute vor der Aufgabe, diese Stärke in eine klimaneutrale Zukunft zu überführen. „Zeller+Gmelin steht für eine Industrie, die Verantwortung übernimmt – für Beschäftigte, für den Standort und für kommende Generationen. Hier wird sichtbar, dass Transformation nicht Abbau bedeutet, sondern Erneuerung. Solche Unternehmen sind das Rückgrat einer nachhaltigen Industriepolitik und verdienen verlässliche Unterstützung“, sagte Ott.

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war die jüngste Auszeichnung beim Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg. Prämiert wurde eine innovative LED-UV-härtende Druckfarbe, die es ermöglicht, energieintensive Trocknungsprozesse im Rollenoffsetdruck weitgehend zu ersetzen. Durch den Einsatz der LED-UV-Technologie können Energieverbrauch und CO₂-Emissionen deutlich gesenkt werden, ohne Abstriche bei Qualität oder Produktivität.

Aus Sicht von Dr. Andre Baumann zeigt dieses Beispiel, wie Umwelt- und Klimaschutz in der industriellen Praxis wirksam umgesetzt werden können „Zeller+Gmelin beweist, dass Ressourceneffizienz kein abstraktes Ziel ist, sondern konkret messbar wird – in eingesparten Rohstoffen, in reduziertem Energieverbrauch und in geringeren Emissionen. Genau solche Innovationen wollen wir als Umweltministerium sichtbar machen und unterstützen, weil sie ökologische Wirkung und wirtschaftliche Stärke verbinden“, so Baumann. Baumann würdigte zudem die langfristige Perspektive des Unternehmens. Investitionen in ressourcenschonende Verfahren stärkten nicht nur den Klimaschutz, sondern erhöhten auch die Resilienz gegenüber Rohstoffknappheit und Preisschwankungen auf den Weltmärkten. Zeller+Gmelin zeige exemplarisch, wie Umweltpolitik und Industrie gemeinsam Lösungen entwickeln können.

Dr. Mariska Ott betonte abschließend, dass der industrielle Mittelstand eine Schlüsselrolle für das Gelingen der ökologischen Transformation spiele. Gerade Unternehmen mit hoher Wertschöpfungstiefe, eigener Forschung und langfristiger Standortbindung könnten Innovationen vorantreiben und Arbeitsplätze sichern. Voraussetzung seien jedoch klare politische Leitplanken, Planungssicherheit und gezielte Förderprogramme für nachhaltige Technologien. Der Besuch bei Zeller+Gmelin machte deutlich, dass die Transformation der Industrie in Baden-Württemberg vielerorts bereits Realität ist. Unternehmen wie Zeller+Gmelin zeigen, wie Tradition, Innovationskraft und Verantwortung für Umwelt und Ressourcen erfolgreich zusammengeführt werden können – auch und gerade im industriell geprägten Raum des Filstals.

PM B90/Die Grünen Kreisverband Göppingen

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