Region bricht eine Lanze für Weiterbildung: „Transformation unserer Industrie geht nicht ohne Qualifizierung!“

„Wir müssen den tiefgreifenden industriellen Strukturwandel in der Region Stuttgart aktiv gestalten. Bei der wichtigen Qualifizierung gilt es, organisationsübergreifend zusammenzuarbeiten und praxisnahe Unterstützung anzubieten. Dies ist die Idee des ‚Weiterbildungsverbundes Region Stuttgart‘, sagte der Geschäftsführer der regionalen Wirtschaftsförderung WRS, Michael Kaiser, beim Jahrestreffen der Initiative. Im Mittelpunkt stehen Angebote für kleine und mittlere Unternehmen. Die als Gast anwesende parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Katja Mast aus Pforzheim, lobte das in der Region bislang für ein Weiterbildungs-Netzwerk Geschaffene als „Gold-Standard“ im bundesweiten Vergleich.

Rund vier Jahre existiert er schon: der Weiterbildungsverbund Region Stuttgart. Angesiedelt bei der regionalen Wirtschaftsförderin, wo Fachbereichsleiterin Dr. Sabine Stützle-Leinmüller mit ihrem Team die Koordination hat. Getragen von Südwestmetall und IG Metall, IHK und Handwerk, Arbeitsagentur und Initiative Mittelstand, Bosch und Stihl, sowie weiteren Schlüssel-Institutionen.Mitte Dezember bilanzierte man beim Jahrestreffen in Stuttgart. Drei Produkte sind in der Zeit mit dem Markenzeichen ‚Q-Guide‘ entstanden: ‚Q-Guide analog‘ als Veranstaltungsreihe zu interessanten Themen rund um die betriebliche Weiterbildung, ‚Q-Guide digital‘ als regionsweites Online-Portal für die Vielfalt der Angebote in der Region, verbunden mit einer Lotsen-Funktion, sowie ‚Q-Guide innovativ‘ als Denkwerkstatt und Austausch-Plattform für neue Weiterbildungsideen. Alle drei Angebote werden im neuen Jahr mit Plan und Kraft fortgesetzt.

Peter Hofelich: „Differenzieren über Qualifikation, Technologie und Motivation!“

Der Salacher Peter Hofelich, langjähriger Direktor bei der IBM und später in seiner MdL-Zeit mehrere Jahre Mittelstandsbeauftragter und Staatssekretär bei der Landesregierung, unterstützt seit einigen Jahren WBV und Wirtschaftsförderung als ‚Regionalbeauftragter für Qualifizierung und Weiterbildung‘. Er war denn auch Autor und Koordinator der Charta 2.0 ‚Im Strukturwandel auf Zukunftskompetenzen und auf Mentalität setzen‘. In diesem Selbstverständnispapier für künftige Weiterbildung wird auf die Notwendigkeit einer ‚antizipierenden Weiterbildung‘, also künftige Entwicklungen einbeziehend, abgehoben. Und es wird in der Phase der industriellen Transformation, die als realer Substanzverlust in diesen Jahren ja gerade auch das Filstal erfasst, auf die Kräfte der branchenübergreifenden Zusammenarbeit und der wieder zu entdeckenden Mentalität abgehoben. Peter Hofelich: „Bei den kosten-getriebenen Standort-Faktoren wird es allenfalls einen Ausgleich geben können. Bei der für uns entscheidenden positiven Standort-Differenzierung zählen Qualifikation, Technologie und Motivation!“

PM SPD Regionalfraktion

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