In Uhingen ziehen Kinder und Jugendliche als Sternsinger von Haus zu Haus. Auch bei der Uhinger Stadtverwaltung bringen sie den Segensspruch an und erhalten von Bürgermeister Matthias Wittlinger eine Spende zugunsten Not leidender Kinder.
„Gott segne euch im neuen Jahr, das wünscht euch die 3-Königs-Schar“, sagt der 8 Jahre Elias, der mit seinem Bruder Felix (6 Jahre) und dem 15-jährigen Markus Hagenlocher als Sternsinger verkleidet vor dem Uhinger Rathaus steht. In Begleitung von Patrick Pertl von der katholischen Kirchengemeinde Uhingen ziehen die Segensbringer bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte von Haus zu Haus.
Wie zahlreiche andere Kinder und Jugendliche in Deutschland bringt das als Caspar, Melchior und Balthasar verkleidete Trio den Segen „C+M+B“ versehen mit der Jahrestür über der Eingangstür des Rathauses sowie des benachbarten Verwaltungsgebäudes an, in dem sich die Stadtkämmerei und das Stadtbauamt befinden. Die Segensformel steht für den lateinischen Satz „Christus mansionem benedicat“, was übersetzt „Christus segne dieses Haus“ bedeutet. Sie kann auch als Initialen der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar gedeutet werden. Der Brauch, der meist um den 6. Januar stattfindet, soll das Haus schützen und den Segen Jesu für die Bewohner und die Menschen, die ein- und ausgehen, bringen.
Sichtlich erfreut über den Besuch zeigt sich Uhingens Bürgermeister Matthias Wittlinger, der von Ordnungsamtsleiter Michael Eberhard sowie Angestellten der Stadtkämmerei, die Sternsinger empfangen hat. „Diese Tradition ist ein wunderbarer und besinnlicher Start in das neue Kalenderjahr und führt uns noch einmal vor Augen, wie gut es uns doch geht“, betont der Bürgermeister.
Denn die Sternsinger bringen nicht nur den Segen, sie bitten auch um Spenden für Kinder in Not. Bei der diesjährigen Sternsingeraktion werden mit jedem gespendeten Euro die Kinder und Jugendlichen im südasiatischen Land Bangladesch unterstützt, die unter gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen. Mit den Spendengeldern, die es auch vom Uhinger Bürgermeister gegeben hat, sollen die Kinder aus den Arbeitsverhältnissen befreit werden, damit sie zur Schule gehen und für ein besseres Leben lernen können. „Jedes Kind und jeder Jugendliche sollten ihre jungen Lebensjahre ungetrübt genießen dürfen“, mahnt Matthias Wittlinger und verweist zugleich auf die Fairtrade-Bewegung, die sich für faire Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung einsetzt. „Wenn die Eltern genug Geld verdienen, müssen ihre Kinder nicht arbeiten. Es ist daher unermesslich wichtig, dass die Sternsinger-Aktion diese Botschaft von Haus zu Haus trägt!“
Bevor Felix, Elias und Markus als Sternsinger zusammen mit Patrick Pertl weiter durchs Uhinger Oberdorf ziehen, bekommen sie aber noch etwas: eine süße Stärkung, um bei der Winterkälte bei Kräften zu bleiben.
Foto (Stadt Uhingen): Die Sternsinger haben den Segen zur Uhinger Stadtverwaltung gebracht und von Bürgermeister Matthias Wittlinger eine Spende erhalten.
PM Stadtverwaltung Uhingen