Wäschenbeuren: Neues Baugebiet „Wilmet III/Heuhof“ – Gemeinderat löst Versprechen ein – Steuerung durch verkehrsberuhigten Bereich

Dass der Gemeinderat und Verwaltung berechtigte Anregungen und Kritik ernst nehmen, machte die jüngste Sitzung deutlich. Obwohl abseits von der Ortsmitte gelegen, beschloss das Gremium im Übergangsbereich der Heuhofstraße zum Gewerbegebiet eine verkehrsberuhigte Zone. Nach der Umgestaltung kann dann in diesem Abschnitt nur noch mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Dies soll auch ein Beitrag dazu sein, dass kein unnötiger Gewerbegebietsverkehr die benachbarten Wohngebiete belastet.

Wilmot III VerkehrsberuhigungDer beruhigte Abschnitt soll aber auch die Sicherheit des künftig benachbarten Spielplatzes erhöhen. Weil der derzeitige Zugang zum Anwesen Heuhofstraße 41 sehr steil verläuft, war Bürgermeister Karl Vesenmaier ein vorgelagertes Gespräch mit den Eigentümern sehr wichtig. Die darin gewonnenen Erkenntnisse konnten somit in die Planungskonzeption mit einfließen. Der Entwurf sah zunächst auch vor, dass der nord-westliche Fahrbahnrandbereich, der sich auch als Nutzung für die Fußgänger eignet, mit Schotterrasen ausgeführt wird. Schultes Karl Vesenmaier gab sich damit nicht zufrieden und regte für die Beratung im Gemeinderat mindestens eine weitere Planungsvariante an, bei der der Gehwegbereich eine Belegung mit Betonpflastersteinen vorsieht. Planer Uwe Straub ging sehr ausführlich auf die jeweiligen Entwürfe ein. Diese seien zuvor auch mit dem Landratsamt abgestimmt worden. Der unruhige Verkehrsverlauf im entsprechenden Abschnitt habe die Neuverlegung verschiedener Versorgungsleitungen zur Folge. Hier rechne er mit Mehraufwendungen in Höhe von ca. 10.000 €. Der Planer regte auch an, den Abschnitt in den Übergangsbereichen mit Betonverbundsteinen besonders kenntlich zu machen. Sein Büro plädiere in den Randbereichen für die Schotterrasenausführung. Gemeinderat Erich Hieber stellte bei der Aussprache viele Fragen, auf die Planer Straub ausführlich einging. Möglicherweise, so Gemeinderäte Manfred Weber und Oliver Hokenmaier, könnte es auch zu einer Verkehrsverlagerung in Richtung Lindenstraße kommen. Doch diese Bedenken wurden bei der Beratung entkräftet. Eine längere Debatte entwickelte sich bei der Belagsart der Gehstreifen. Gemeinderat Peter Schührer fand die vom Planer vorgestellte begrünte Schotteroberfläche als sehr ansprechend. Dem konnte Gemeinderat Peter Baudisch nicht folgen. Er sprach von einer deutlichen Fußgängerfrequentierung. Dieser müsse mit einer sauberen Lösung, und dies könne nur ein Pflasterbelag sein, entsprochen werden. Dem stimmte der Gemeinderat auch mit großer Mehrheit zu. Auf Anregung von Gemeinderat Thomas Wolff beschloss der Gemeinderat zudem, dass der Kreisverkehr nur mit einer farblichen Straßenmarkierungslinie gekennzeichnet wird.

PM

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