Interessanter Vortrag begeisterte in Eislingen: Schwäbische Alb als Tor in eine andere Welt?

Bei einer Autorenlesung der Stadtbücherei wurde die keltische Geschichte des Südwestens in einem spannenden Abenteuerroman von Thomas Faltin wieder lebendig.

Thomas Faltin, Autor und Lokalredakteur der Stuttgarter Zeitung, stellte an der Dr. Engel Realschule sein erstes Jugendbuch „Die Nacht von Samhain – der Kampf um den heiligen Bund der Kelten“ vor.

Thomas FaltinEs ist mucksmäuschenstill im Kunstraum der Dr. Engel Realschule, als die ersten Bildimpressionen der Schwäbischen Alb auf der Leinwand erscheinen, untermalt von wunderschönen Opernarien von Georg Friedrich Händel. Thomas Faltin hat die sehenswerten Aufnahmen von der Schwäbischen Alb mitgebracht, alle selbst fotografiert. „Mit den Bildern meiner Streifzüge auf der Schwäbischen Alb möchte ich den Zuhörern zeigen, was mir an unserer Heimat so gut gefällt und warum die Alb eine Hauptrolle in meinem Buch spielt“, erläutert der Autor zu Beginn der Lesung. Die Schwäbische Alb, die Natur und die Geschichte der Kelten verwebt der Autor in seinem Buch zu einer spannenden Geschichte in der Fiktion und Wirklichkeit, die Gegenwart und Vergangenheit miteinander verschmelzen.

Alles beginnt mit den beiden Jungen Arthur und Julius, die bemerken, dass seltsame Dinge in Heiligental vor sich gehen: Wilderer töten die letzten Luchse, ein geplanter Staudamm soll das unberührte Tal zerstören und der Vater, der Förster von Heiligental, ist auf eine sonderbare Weise erkrankt und nimmt die Ereignisse teilnahmslos hin. Und plötzlich streifen keltische Krieger aus einer längst vergangenen Zeit durch den Wald. Die Jungen beginnen verzweifelt um ihre Heimat zu kämpfen und bekommen Unterstützung von unerwarteter Seite. Arthur begegnet dem letzten überlebenden Luchs im Heiligental, der Ragnar heißt und wie alle Tiere im Wald sprechen kann. Der Luchs erklärt ihm die Hintergründe für die Geschehnisse im Tal und bietet ihm seine Freundschaft an. Diese Begegnung zwischen dem Jungen Arthur und Ragnar dem Luchs, hat Thomas Faltin sich als Passage für die Lesung ausgesucht. „Der Luchs, war irgendwann in meinem Kopf und hatte von Anfang an diesen Namen“, erzählt der Autor, „für mich ist der Luchs ein faszinierendes Tier, ein Symbol für die Nähe zur Natur und es war schnell klar, dass er eine wichtige Rolle in dem Buch spielen soll.“ Wie die Geschichte ausgeht, ließ sich Thomas Faltin nicht entlocken, stattdessen gewährte er den Jugendlichen einen spannenden Einblick in die Arbeitswelt eines Autors und die Entstehung des Buches.

Die Schüler der sechsten Klassen der Dr. Engel Realschule fragen Thomas Faltin regelrecht Löcher in den Bauch: Was verdient ein Autor? Wie lange dauert es ein Buch zu schreiben? Warum sind keine Bilder im Buch? Wie kommt man auf solch eine Geschichte? Faltin freute sich sichtlich über die vielen Fragen und stand Rede und Antwort. Zum Abschluss ließ der Autor sich aber doch noch von den Schülern entlocken, dass die Geschichte eine Fortsetzung bekommen wird. Diese wird noch weiter in der Vergangenheit liegen, in der Eiszeit vor ca. 400.000 Jahren und sich mit den Kunstwerken der Eiszeitmenschen beschäftigen. Viele erwartungsvolle Leser hat der Autor jetzt schon dazugewonnen.

PM/Foto PSE

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