20 Jahre Austausch, Wissen und Praxis: Kongress zu Klimaresilienz und Zukunft des Streuobst

Streuobst im Wandel – und seit über 20 Jahren begleitet der Landesweite Streuobsttag den fachlichen Austausch. Wie können Streuobstwiesen unter sich ändernden Klimabedingungen weiterentwickelt werden? Welche Rolle spielen klimaangepasste Bewirtschaftungen? Welche Sorten sind besonders robust – und wie gelingt es, engagierten Nachwuchs für den Streuobstanbau zu begeistern und zu halten? Antworten, neue Impulse und praxisnahe Lösungsansätze bietet der Landesweite Streuobsttag in Stuttgart-
Hohenheim.

Am Samstag, den 18. April 2026 findet der 20. Landesweite Streuobsttag Baden-Württemberg an der Universität Hohenheim und Hybrid (Zoom) statt. Der renommierte Fachkongress feiert sein 20-jähriges Jubiläum und rückt die Themen Klimaresilienz und Nachwuchs im Streuobstanbau in den Mittelpunkt. Mit Fachvorträgen, interaktiven Pitches und Praxisbeispielen bringt der Kongress Akteure aus Streuobst, Vermarktung, Umwelt- und Obstbau, Verwaltung, Verbände und Keltereien zusammen. Teilnehmende können sich entweder vor Ort in Stuttgart beteiligen oder digital zuschalten.

“Junge Köpfe” für die Streuobstwiesen gewinnen

Der Vormittag steht ganz im Zeichen der Nachwuchsförderung. Nach den Grußworten von Staatssekretärin Sabine Kurtz MdL und Rektor Prof. Dr. Christoph Schneider widmet sich das Programm der Frage, wie die Begeisterung für Streuobstwiesen weitergegeben werden kann.

Statt trockener Theorie stehen dabei erfolgreiche Ansätze aus der Praxis im Mittelpunkt. Experten aus Baden-Württemberg und Österreich beleuchten, wie man junge Menschen heute anspricht und welche „Alleinstellungsmerkmale“ der Streuobstwiese dabei in der Kommunikation entscheidend sind. Ergänzend dazu werden konkrete Strategien der Jugendstiftung vorgestellt, um Jugendliche für das Ehrenamt zu gewinnen. Wie gut Angebote ankommen, wenn sie passgenau zugeschnitten sind, zeigt zudem ein Erfahrungsbericht über die Resonanz auf Jugendfachwartkurse.

Klimaresilienz: Strategien für widerstandsfähige Bestände

Der Nachmittag wechselt die Perspektive von den Menschen zu den Bäumen und widmet sich den biologischen Herausforderungen. Unter dem Titel „Klimaresilienz für die Streuobstpraxis“ präsentieren Fachleute aus Forschung und Praxis konkrete Maßnahmen, um die Bestände klimaresilient zu machen. Ein zentraler Aspekt ist dabei das „Fundament“ des Baumes: Neue Erkenntnisse aus der Wurzelforschung zeigen, wie entscheidend das Wurzelsystem für die Standfestigkeit und die Wasserversorgung in Trockenperioden ist. Ergänzend dazu rückt die richtige Sortenwahl in den Fokus, wobei Empfehlungen für Obstsorten gegeben werden, die sich unter veränderten Klimabedingungen als besonders widerstandsfähig erweisen. Den Blick über den Tellerrand wagt ein Beitrag zu innovativen Anzuchtverfahren aus forstlicher
Perspektive, die robustere Bäume hervorbringen sollen. Abgerundet wird der Themenblock durch ein Fazit aus aktuellen Klimawandelprojekten, das Antworten auf die Frage liefert, was Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter heute konkret für ihre Wiesen tun können.

Alle Infos zur Teilnahme auf einen Blick

Zu diesem fachlichen Austausch laden die Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg, Hochstamm Deutschland e.V., das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie die Universität Hohenheim herzlich ein. Der 20. Landesweite Streuobsttag findet am Samstag, 18. April 2026, von 10:00 bis 17:00 Uhr hybrid statt – im Audimax der Universität Hohenheim sowie online via Zoom. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro für die Präsenzteilnahme (inklusive Verpflegung) und 33 Euro für die Onlineteilnahme.

Anmeldungen sind bis zum 9. April 2026 hier möglich.

Anmeldung und Programm_20.-Landesweiter-Streuobsttag-2026

PM Hochstamm Deutschland e.V.

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