Die Planungen für das Schülerferienprogramm 2026 laufen bereits auf Hochtouren, und auch in diesem Jahr wird wieder ein bewährter Programmpunkt vertreten sein: die Selbstschutz-Kurzseminare für Kinder unter der Leitung von Alfred Brandner. Seit nahezu 30 Jahren engagiert sich der erfahrene Rettungsfachmann ehrenamtlich für die Sicherheit und Selbstbestimmung junger Menschen – und die Nachfrage ist ungebrochen hoch.
Eltern, Lehrkräfte und Entscheidungsträger aus Behörden und Organisationen wenden sich nahezu täglich an ihn, um Termine, Inhalte und Möglichkeiten der Teilnahme zu erfragen. „Es beeindruckt mich selbst, wie lange ich diese Arbeit schon mache – und wie groß das Vertrauen in meine Seminare ist“, sagt Brandner. Seine Expertise aus der Notfallrettung, der Gewaltprävention und verschiedenen Kampfsportarten bildet die Grundlage für ein praxisnahes, kindgerechtes und wirksames Konzept.
Kindgerechter Selbstschutz – ohne Angst, ohne Brutalität
Im Mittelpunkt der Seminare steht der Ansatz „Schützen – Befreien – Flüchten“. Kinder lernen, Gefahrensituationen zu erkennen, Grenzen zu setzen und sich im Ernstfall zu befreien. Dabei wird großer Wert auf altersgerechte Vermittlung gelegt: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, betont Brandner – und genau so werden sie auch geschult.
Die Inhalte umfassen:
Theorie
- Formen physischer und psychischer Gewalt
- Verhalten bei Übergriffen
- Besonderheiten bei Übergriffen durch Erwachsene
Praxis
- Aufwärmtraining
- Befreiungstechniken aus gängigen Griffen
- Selbstschutz bei körperlich überlegenen Tätern
- Eins-zu-Eins-Übungen ohne Körperkontakt
- Spielerisches Kämpfen – ebenfalls ohne Kontakt
Brutalität hat dabei keinen Platz. Stattdessen geht es um vorausschauendes Verhalten, Deeskalation und klare, selbstbewusste Kommunikation. „Kinder dürfen sich wehren – aber angemessen“, so Brandner.
Realistische Übungen – starke Kinder
Rollenspiele und praxisnahe Szenarien helfen den Kindern, das Gelernte sicher anzuwenden. Nach rund vier Stunden wissen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
- wie sie Gefahr frühzeitig erkennen
- wie sie laut und deutlich Hilfe holen
- wie sie sich aus Griffen befreien
- wohin sie flüchten können (z. B. Geschäfte, Praxen, öffentliche Orte)
„Und Sie dürfen mir glauben – Kinder können das“, sagt Brandner mit einem Lächeln.
Ein Angebot, das bleibt – und wächst
Die stetig steigende Nachfrage zeigt, wie wichtig das Thema Selbstschutz für Kinder geworden ist. Brandner sieht darin eine klare Bestätigung seiner Arbeit: „Es ist schön zu erleben, wie viel Interesse und Vertrauen mir entgegengebracht wird. Das motiviert ungemein.“
Auch 2026 werden die Selbstschutz-Kurzseminare wieder Teil verschiedener Schülerferienprogramme in der Region sein. Die letzten Terminabstimmungen laufen bereits.
Alfred Brandner