Das politische Wort zum Sonnstag

Am 11. Januar 1946 wurde die Volksrepublik Albanien gegründet, die sich zu einem der übelsten Schurkenstaaten nach dem Ende des Stalinismus und Maoismus entwickeln sollte. Zuerst noch mit Jugoslawien verbündet, wechselte Albanien schnell zur Sowjetunion und nach der Entstalinisierung zu China.
Nachdem sich auch China im Laufe der Zeit moderater zeigte, rutschte Albanien in die Isolation und Armut ab. Erst mit Enver Hoxhas Tod 1985 öffnete sich das Land schrittweise, geriet aber fast in einen Bürgerkrieg und leidet noch heute unter dem real existierenden Kommunismus. Leider ist Albanien bis heute korrupt – was aber auch an der Mentalität dort liegt – wobei es aber schon massive Fortschritte und Annäherung an die EU gibt.
Immer mehr Touristen entdecken das einst abgeschottete Land für sich und bringen damit Devisen in das arme Land. Auch finde ich es vom Prinzip her gut, dass Asylbewerber erst einmal nach Albanien kommen und dort das Prozedere durchgeführt wird. Das spart der EU Kosten, schafft vor Ort Arbeitsplätze und bringt Tirana näher an die EU. Bei der albanischen Geschichte der letzten 80 Jahre empfinde ich es als ein Wunder, dass der Staat EU-Beitrittskandidat ist und bin mir sogar sicher, dass er in absehbarer Zukunft Mitglied wird.
Am 14. Januar 1956 kamen die letzten Heimkehrer aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft heim in die BRD. Was dabei oft vergessen wird: Auch Italien, Ungarn, Österreich und Rumänien hatten Kriegsgefangene zu beklagen und aus Ländern wie Polen oder der Tschechoslowakei, die einst von NS-Deutschland und Schergen angegriffen wurden, wurden ebenfalls massenweise Menschen in die UdSSR deportiert. Trotzdem rechtfertigt das nicht die barbarischen Zustände, wie Deutsche dort behandelt wurden und ich sehe es als eine der größten Leistungen Konrad Adenauers an, seine Landsleute heimgeholt zu haben – auch wenn er dafür viele Zugeständnisse machen musste.
Leider hat sich im heutigen Russland im Vergleich zu damals vieles nicht geändert, so dass allein das Schicksal all dieser Menschen uns bis heute Warnung sein muss. Ein Krieg mit Russland könnte unausweichlich werden, aber wir dürfen auch nicht Knechte Putins werden, damit niemals mehr ein Deutscher dorthin deportiert wird und auch unser Heimatland niemals unter russische Vorherrschaft oder Besatzung gerät. Auf der anderen Seite haben Nazi-Deutschland und Verbündete in der Sowjetunion großen Schaden hinterlassen, so dass es nur gerecht war, dass sich deren Bürger am Wiederaufbau beteiligten. Aber vermutlich hat es in den meisten Fällen die Falschen getroffen. Mir sind selbst schäbige Deutsche bekannt, die ich gerne in Leningrad arbeiten gesehen hätte, da sie in Deutschland nur Schaden angerichtet haben.
Am 13. Januar 1991 fanden die Januarereignisse in Litauen statt:
Der sich schon in der Auflösung befindliche Schurkenstaat Sowjetunion versuchte in einem letzten Akt die im Aufbau befindliche, demokratische Republik Litauen zurück unter seine Fuchtel zu kriegen, was am Heldenmut der litauischen Bevölkerung scheiterte. 14 Menschen bezahlten ihren Heldenmut mit dem Leben und ich verneige mich in Ehrfurcht und Demut vor ihnen. Wieder einmal sehen wir, dass niemand freiwillig unter sowjetischer Knechtschaft leben will und auch das muss uns Vorbild sein, dies auch nicht unter dem Nachfolgestaat Russland zu müssen.
Aber auch heute gibt es – vorne weg in Deutschland – Dinge, die mir große Sorgen machen. So z. B. die Hetze gegen anständige und moderate CDU-Politiker wie Daniel Günther oder Roderich Kiesewetter von rechter und populistischer Seite. Hetzblätter wie BILD oder NIUS, gegen die Daniel Günther zurecht Position bezieht, versuchen, ihn mit Fake News mundtot zu machen. Die Berliner Zeitung, die aus meiner Sicht ein Sprachrohr Russlands ist, bezieht in einer nicht hinzunehmenden Weise Position gegen Roderich Kiesewetter. Das geht überhaupt nicht und es erfordert volle Solidarität mit den beiden! In jüngerer Vergangenheit gab es oft Hetze gegen Grüne und speziell gegen Robert Habeck, an denen sich auch konservative Kräfte beteiligten. Dies ist in diesem Fall zum Glück wenig möglich, da innerhalb der CDU hoffentlich niemand gegen seine eigenen Leute hetzen wird. Leider habe ich aber von konservativer Seite kaum Unterstützung für sie mitbekommen – diese kommen eher von der Mitte oder links davon. Es bedarf einem Aufstand der Anständigen, damit die aufrichtigen Konservativen wie Kiesewetter und Günther nicht in den Abgrund gedrängt werden, sondern ihre Partei und das Land aus der Krise führen. Nur so wird sich die CDU erneuern und langfristig eine wichtige Rolle in der Politik spielen.
Dann bin ich entsetzt über das Ergebnis des ersten Wahlgangs der Landratswahl im LKR Oberspreewald-Lausitz (OSL) in Brandenburg:
Zuerst einmal verstehe ich nicht, warum die Tierschutzpartei einen eigenen Kandidaten gestellt hat. Dieser hätte dem CDU-Kandidaten wichtige Stimmen klauen und damit zur absoluten Mehrheit der AfD führen können. Ich bin zwar guter Dinge, dass die AfD in der Stichwahl keine absolute Mehrheit erhält, aber es wird knapp. Und wenn man links auf dem Link mal die Ergebnisse der einzelnen Gemeinden anschaut, sieht man, in wie vielen die AfD schon die Mehrheit hat. Und die Wahlbeteiligung betrug nur 43,1%! Jeder, der nicht zur Wahl ging, hat damit indirekt die AfD gewählt – damit waren es de facto über 2/3 der Wahlberechtigten, Tendenz steigend!
Das Verhalten der Menschen in OSL ist eine indirekte Bestätigung für die aggressive Politik Russlands oder historisch der Volksrepublik Albanien bzw. der Sowjetunion. Und wie wir leider wissen, kommt vieles im Laufe der Zeit vom Osten in den Westen. Wir müssen uns an den Helden Litauens von 1991 und heutigen Akteuren wie Daniel Günther oder Roderich Kiesewetter orientieren und das wiedererlangen, was uns einst groß gemacht hat. Sonst droht der Abgrund!
Marcel Kunz

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