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Schwert-und-Degen-Schauspiel in der Stadthalle: Cyrano de Bergerac

Datum/Zeit
Date(s) - 25/04/2018
19:15 - 23:00

Veranstaltungsort
Göppingen - Stadthalle

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Im Rahmen der städtischen Theatermiete gastiert am Mittwoch, 25. April, das Theater „Poetenpack“ in Göppingen. Unter Regie von Andreas Hueck führt die Potsdamer Schauspieltruppe „Cyrano de Bergerac“ von Edmond Rostand in der Stadthalle auf.

So kennt man ihn nicht zuletzt aus der Verfilmung mit Gérard Depardieu: Große Nase, scharfer Degen, ebenso scharfer Verstand, dazu ein heißes Herz – der weltberühmte Cyrano de Bergerac. Der kluge, freiheitsliebende Poet leidet unter einer lächerlich langen Nase. Christian von Neuvillett jedoch ist attraktiv, dummerweise mangelt es ihm allerdings an Geist. Er schwärmt für Roxane, die Cousine von Cyrano de Bergerac. Die wünscht sich jedoch einen gleichermaßen schönen wie intelligenten Mann. Um die Liebe der klugen Roxane zu gewinnen, um sie zu beeindrucken, muss sich der wenig eloquente Schönling die gewünschten sprachlichen Vorzüge organisieren. Cyrano de Bergerac scheint hierfür der optimale Kandidat. Was Christian jedoch nicht ahnt, ist, dass auch Cyrano seine Cousine liebt, er mag sich ihr jedoch nicht offenbaren, aus Scham über den Riesenzinken in seinem Gesicht. In dem Glauben, nur mit der Hilfe des anderen dem Ausleben der eigenen Liebe nahekommen zu können, gehen die beiden einen verhängnisvollen Pakt ein: Cyrano schreibt für seinen Rivalen die allerherrlichsten Liebesbriefe, er ist der Geist und Christian der Körper. Oder wie Cyrano sagt „Auf seinen Lippen küsst sie meine Worte.“ Doch sie haben die Rechnung ohne den dritten Nebenbuhler, den mächtigen Guiche, gemacht. Die Ereignisse überschlagen sich.

Die Aufführung beginnt um 20 Uhr und dauert bis ungefähr 23 Uhr. Um 19:20 Uhr führt ein Mitglied des Ensembles in das Stück ein. Karten sind beim ipunkt im Rathaus, Hauptstraße 1, Telefon 07161 650-293, und an der Abendkasse erhältlich. Bonuskarteninhaber/-innen erhalten 50 Prozent Ermäßigung auf jede Eintrittskarte.

Edmond Rostand, geboren am 1. April 1868 in Marseille, stammte aus einer wohlhabenden provenzalischen Familie. Nach juristischer Ausbildung widmete er sich ganz der Dichtung: Er schrieb vor allem Stücke für das Theater. Rostand wurde 1903 in die Académie française aufgenommen. Im Jahr 1918 erlag er der damals weltweit grassierenden Spanischen Grippe. Er ist der Vater des Theaterautors Maurice Rostand und des Biologen und Schriftstellers Jean Rostand, der ebenfalls Mitglied der Académie française wurde.

Andreas Hueck, geboren 1969, studierte nach seinem Abitur an der Hochschule für Musik in München das Fach Regie. Im Anschluss an sein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz begann er ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig, welches er im Jahr 1996 abschloss. Nach einem Engagement am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg gründete er 1998 das Theater Poetenpack, dessen künstlerischer Leiter er ist.

Foto (Constanze Henning): Am 25. April gastiert „Cyrano von Bergerac“ in der Stadthalle. 

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