Datum/Zeit
Date(s) - 27/09/2019
19:30 - 21:30
Veranstaltungsort
Donzdorf - Kirche St. Martinus
Kategorien
Am 27. September 2019 um 19.30 Uhr findet in der Kirche St. Martinus in Donzdorf im Rahmen ihrer Herbsttournee erneut ein berührendes Konzert mit der Gruppe „The Gregorian Voices“ statt.
Das Programm lautet: „Gregorianic meets Pop“ und lässt regelmäßig ein verzaubertes und staunendes Publikum zurück. Das Experiment der Verschmelzung von Choral und Popmusik und ist begeistert angenommen worden und der sensationelle Erfolg beflügelt zu weiteren Konzertreihen.
Die Gregorianik
Unter Gregorianik oder gregorianischem Choral versteht man den einstimmigen, unbegleiteten, liturgischen Gesang der katholischen Kirche in lateinischer Sprache. Bis heute werden verschiedene Theorien zur Entstehung der Melodien diskutiert. Gesichert erscheint, dass die Form der gesungenen Liturgie im Wesentlichen aus Rom stammt, wo sie zwischen dem 4. und dem frühen 8. Jahrhundert nach und nach entstand.
Im klerikalen und im klösterlichen Leben des Mittelalters hatte das gesungene Lob Gottes, Laus Dei, den höchsten Stellenwert. Kleriker und Mönche widmeten viele Stunden des Tages und der Nacht dem Singen und der Weiterentwicklung der Liturgie.
Heute, 1200 Jahre nach seiner Blütezeit, entdeckt eine große Zuhörerschaft die heilsame Wirkung des Gregorianischen Chorals sowie die Freude an überraschenden Interpretationen von Popsongs. So erleben die mittelalterlichen Sakralgesänge dank des Könnens von Chören wie „The Gregorian Voices“ ein fulminantes Comeback. Dem Publikum öffnet sich eine Tür zu einer musikalischen Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte.
Dass es diesen grandiosen acht Künstlern immer wieder gelingt, eine geheimnisvolle Atmosphäre zu schaffen, bewiesen „The Gregorian Voices“ erneut, als sie ihre Tournee ins Kloster Ebersbach führte, in dem der Film „Der Name der Rose“ von Umberto Eco gedreht wurde. Es war einfach sensationell, wie dieser Chor inmitten der historischen Kulisse die mystische Grundstimmung des Films wieder aufleben ließ.
Erleben Sie die Faszination, die diese gesungenen Gebete auf ein breites Publikum ausüben!
Das Programm
Die erste Hälfte dieses Programms besteht aus klassisch gregorianischen Chorälen, orthodoxen Kirchengesängen und Liedern der Renaissance und des Barock, die in lateinischer Sprache vorgetragen werden. Neben dem „Ave Maria“ und dem „Ave Maris Stella“ wird dem Publikum das andachtsvolle Kyrie „Missa Orbis Factor“ geboten.
Es folgen unter anderem orthodoxe Lieder von Ioan Kukusel (1280–1360) und ein kunstvoller Kanon „Cantate Domino“ von Heinrich Schütz (1585–1672).
Dann das zeitgemäße moderne „Pie Jesu“ aus dem Requiem von Andrew Lloyd Webber (1984) gewann 1986 den Grammy Award für die beste klassische zeitgenössische Komposition.
In der zweiten Hälfte demonstrieren die acht Künstler, wie englischsprachige Popsongs in einer gregorianischen Adaption klingen. Auch hier elektrisieren sie durch ihr beachtliches Stimmpotenzial und zaubern Gänsehautatmosphäre in jeden Kirchenraum.
Neben Leonhard Cohens „Hallelujah“ werden unter anderem „Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel sowie Bob Dylans „Knocking On Heaven‘s Door“ und Rod Stewards „I’m Sailing“ interpretiert.„The Gregorian Voices“ berühren und entführen den Zuhörer in die Welt der mittelalterlichen Klöster und zeigen, wie Gregorianik heute klingen kann: authentisch und zeitgemäß.
Das Repertoire
Einstimmige gregorianische Choräle:
Ave Maria (9. bis 12. Jhd.)
Ave maris stella (9. bis 12. Jhd.)
Salve Regina (9. bis 12. Jhd.)
Rorate caeli desuper
Adoro Te devote (9. bis 12. Jhd.)
Kyrie „Missa Orbis Factor“ (9. bis 12. Jhd.)
Orthodoxe Gesänge:
Terirem – Joan Kukusel (1280 – 1360)
Polielej – Joan Kukusel (1280 – 1360)
Lieder der Renaissance und des Barock:
Ave Maria – Josquin des Prez (1450 – 1521)
Gaude virgo, Mater Christi – Josquin des Prez (1450 – 1521)
Innocentes – G.P. da Palestrina (1525 – 1594)
Jesu Rex admirabilis – G.P. da Palestrina (1525 – 1594)
Jesu dulcis memoria – G.P. da Palestrina (1525 – 1594)
Benedictus – Orlando di Lasso (1532 – 1594)
Cor meum – Orlando di Lasso (1532 – 1594)
Lapidaverunt Stephanum – Matteo Asaia (1560 – 1609)
O Sacrum convivium – Lodovico da Viadona (1560 – 1627)
Cantate Domino – Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Miserere – Antonio Lotti (1667 -1740)
Domine Dominus noster – Geminiano Giacomelli (1692 -1740)
Madrigale:
El grillo e buon cantore – Josquin des Prez (1450 -1521)
Il est bel est bon – Pierre Passereau (1509 -1547)
Bonzorno Madonna – Antonio Scandello (1517 – 1580)
Canzon se l’esser meco – Orlando di Lasso (1532 -1594)
Klassiker der Popmusik:
Ameno – ERA
I am Sailing – Rod Stewart
The Sound of silence – Simon & Garfunkel
Hallelujah – Leonard Cohen
Knocking on heaven’s door – Bob Dylan
Imagine – John Lennon
Pie Jesu – Andrew Lloyd Webber
Amazing Grace
We are the world – Michael Jackson
Thank you for the Music – Abba