Die Witterung in der Nacht auf den 26.1.26 sorgte mit Schneehöhen von bis zu 25 cm innerhalb kurzer Zeit für starke Beeinträchtigungen im Straßenverkehr. Die Bergwacht Göppingen wurde als Spezialist für medizinischen Transport unter widrigen Bedingungen und in unwegsamem Gelände gleich mehrmals zur Unterstützung des Rettungsdienstes benötigt.
Die erste Alarmierung erfolgte noch am späten Sonntagabend um 22.30 Uhr. Eine 60-Jährige erlitt in Uhingen einen internistischen Notfall. Da der Rettungswagen aufgrund der Straßenverhältnisse nur bis auf mehrere hundert Meter an die Wohnadresse anfahren konnte, transportierte die Bergwacht die Patientin in der Gebirgstrage die rutschige Straße hinab zum Rettungswagen. Da die Straßen nicht geräumt wurden und entsprechend schwer zu befahren waren, begleitete die Bergwacht den Rettungswagen bis in eine nahe gelegene Klinik, um bei einem eventuellen Liegenbleiben dessen mit ihrer Seilwinde unmittelbar technische Hilfe leisten zu können. Die nächste Alarmierung erfolgte gegen 6 Uhr ebenfalls nach Uhingen. Auch hier erlitt eine ältere Patientin einen internistischen Notfall, und die Bergwacht konnte nach einer kurzen Nacht wieder den wichtigen Transport zum Rettungswagen, der wie bereits beim ersten Einsatz die Patientin nicht erreichen konnte, gewährleisten.
Da die Straßenverhältnisse keine baldige Besserung erwarten ließen und die Verkehrslage sich im Berufsverkehr zuspitzte, war die Anfahrt zum Bergwachtdepot für die Einsatzkräfte ebenfalls erschwert und dauerte länger als gewöhnlich. Deshab erhielt die Bergwacht von der Integrierten Leitstelle Göppingen den Auftrag, ein Fahrzeug besetzt zu halten um die Einsatzfähigkeit zu gewährleisten. Nach einigen weiteren Alarmierungen, die jedoch ohne Einsatz der Bergwacht vom Rettungsdienst bewältigt werden konnten, konnte die Wachbesetzung am Mittag beendet werden.
PM Bergwacht Göppingen