Fortbildungsveranstaltung der VSVI Baden-Württemberg e.V. in Göppinge -Landesverkehrsminister Hermann zu Gast bei Straßenbau- und Verkehrsingenieuren

Die Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure Baden-Württemberg e.V. (VSVI) war am 21. Mai in der Stadthalle in Göppingen mit einer Fortbildungsveranstaltung zu Gast.  Der Vorsitzende Dipl.-Ing. Gert Klaiber begrüßte die rund 100 Straßenbau- und Verkehrsingenieure/-innen und die Gäste der Veranstaltung, allen voran Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Für die Stadt Göppingen war Baubürgermeister Helmut Renftle gekommen. Baudirketor Gernot Rodehack von der Autobahndirektion Südbayern referierte über die Wirkung und Herstellung lärmmindernder Asphaltbeläge.

Minister Winfried HermannGöppingens Baubürgermeister Helmut Renftle hieß die Gäste in der Göppinger Stadthalle willkommen. In seinem Grußwort verwies Renftle darauf, dass die Stadt Göppingen nicht nur wegen des Modellbauers Märklin und des Handballsports weit über die Region hinaus bekannt ist, sondern sich auch durch ein modernes Verkehrskonzept auszeichnet. Die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt sei erheblich verbessert worden und die aktuell eingeführten Verkehrsregelungen sorgten für ein gleichberechtigtes und rücksichtsvolles Miteinander von Fußgängern, Radfahrern, motorisierten öffentlichem und individuellem Verkehr. Damit bleibe die Stadt mit ihren rund 56.000 Einwohner für das gesamte Umland attraktiv. Landesverkehrsminister Winfried Hermann zeigte sich beeindruckt von der guten Entwicklung in Göppingen.

Höhepunkt der Fortbildung war der Vortrag von Verkehrsminister Winfried Hermann. Unter dem Titel „Mobilitätspolitik von heute für morgen“ zeigte Minister Hermann die Aktionsfelder für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft auf: Umweltfreundlichere Antriebe wie Elektromobilität für den Individualverkehr in der Stadt, multimodale Angebote für eine ökologisch und ökonomisch moderne Gesellschaft, schonender Ressourceneinsatz und Echtzeit-Verkehrsinformationen sind die wichtigsten Handlungsfelder, die für alle Verkehrsträger gelten.

Mit Blick auf den Straßenverkehr betonte Hermann, dass die Sanierung, Erhaltung und Modernisierung der Straßen und Bauwerke für die Landesregierung Priorität habe. „Das Land braucht Ingenieure wie Sie“, sagte Hermann zu den interessierten Zuhörern. Wie wichtig der Landesregierung ein gut funktionierendes Straßennetz ist, könne man daran sehen, dass Baden-Württemberg als einziges Land ein eigenständiges Verkehrsministerium hat.

Im zweiten Vortrag berichtete Baudirektor Gernot Rodehack, Leiter der Dienststelle Kempten in der Autobahndirektion Südbayern, von den Erfahrungen mit lärmmindernden Asphaltbelägen – ein Thema, dass angesichts zunehmender Umweltbelastungen bundesweit an Bedeutung gewinnt. Neben den technischen Möglichkeiten die Fahrzeugtechnik leiser zu machen, tragen auch die Straßenbauer zur Reduzierung der Lärmemissionen bei. Neben dem aufwändigen Bau von Lärmschutzwänden und –wällen ist die richtige Wahl des Asphaltbelages für eine spürbare Lärmreduzierung von großer Bedeutung. Innerhalb der fachlichen Diskussion waren sich alle Beteiligten einig, dass es eine Herausforderung für die Straßenbauer und Verkehrsplaner ist, nicht nur eine technisch einwandfreie Straße herzustellen, die den Verkehrsbelastungen standhält. Auch die Erfüllung der gestiegenen Umweltanforderungen und die Suche nach der wirtschaftlich günstigsten Lösung gehören zu den klassischen Ingenieuraufgaben.

Den praktischen Teil der Fortbildung bildeten am Nachmittag des Veranstaltungstages die vier Wahlexkursionen:

  • Besichtigung der Boßlertunnel-Baustelle im Zuge des Bahnprojektes Stuttgart – Ulm
  • Betriebsbesichtigung bei der Firma Märklin
  • Besuch der Brückenbaustelle Neubau der Bahnbrücke in Süßen

Ein gemütliches Beisammensein im Tresor Restaurant der Stadthalle rundete den Tag ab.

 

Hintergrund:

Die VSVI ist eine berufsständige Vereinigung von Straßenbau- und Verkehrsingenieuren in Baden-Württemberg. Sie hat rund 2.500 Mitglieder und ist damit eine der stärksten Landesvereinigungen in Deutschland. Ihr Ziel ist der fachliche Austausch, die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen, Fortbildungsveranstaltungen und Weiterbildung zum Thema Straßenbau und Verkehrswesen. Soziale Kontakte über alle Altersklassen hinweg stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Mitglieder kommen zu ca. 40% aus der öffentlichen Verwaltung (Straßenbauverwaltung), zu 30 % aus Bauunternehmen und zu 30% aus Ingenieurbüros.

Mehr Informationen unter www.vsvi-bw.de

PM

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