Duale Ausbildung bietet beste Startchancen in die ‚Arbeitswelt 4.0‘

„Die duale Ausbildung bietet beste Chancen für beruflichen Erfolg: Wer heute eine Berufsausbildung absolviert, ist gefragte Fach- und Führungskraft in der Arbeitswelt von morgen. Damit das so bleibt, werden die Ausbildungsinhalte ständig aktualisiert“, sagt Marjoke Breuning, Präsidentin der beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) für Ausbildungsfragen federführenden IHK Region Stuttgart anlässlich der derzeit stattfindenden „Woche der beruflichen Bildung“. In deren Rahmen besuchen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender am morgigen Donnerstag einen IHK-Ausbildungsbetrieb und mehrere Berufsschulen in der Region Stuttgart. „Der Erfolg der dualen Ausbildung beruht maßgeblich auf der tollen Arbeit der rund 27.000 Ausbildungsbetriebe und zahlreichen Berufsschulen im Land. Wir freuen uns, dass Bundespräsident Steinmeier dieses Engagement mit seinem Besuch würdigt“, so Breuning. Derzeit lernen in Baden-Württemberg rund 118.000 Azubis einen technisch-gewerblichen oder kaufmännischen Ausbildungsberuf.
Die Ausbildungsinhalte in den rund 250 IHK-Berufen werden regelmäßig modernisiert. Breuning: „Die ‚Wirtschaft 4.0‘ ist in der Berufsausbildung angekommen. Inhalte und Kompetenzen zur digitalisierten Arbeitswelt finden sich schon in vielen Ausbildungsplänen wieder. So qualifizieren die Betriebe das Spitzenpersonal, das sie dringend brauchen, um die Digitalisierung zu meistern.“ Nach neuen Ausbildungsinhalten für die Kaufleute im Einzelhandel gibt es ab 1. August 2018 aktualisierte Ausbildungsordnungen für die Metall- und Elektroberufe sowie für den Beruf Mechatroniker/-in. Diese beinhalten zur Stärkung der digitalen Kompetenzen attraktive neue Zusatzqualifikationen. Außerdem startet im Sommer die neue Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau im E-Commerce. Die IHKs erarbeiten diese Neuerungen gemeinsam mit Ausbildungsbetrieben, Arbeitnehmervertretern, Bildungsexperten und der Politik.
Ausbildungsabsolventen sind auch deshalb gefragt, weil vor allem beruflich Qualifizierte auf dem Arbeitsmarkt fehlen. So zeigt der IHK-Fachkräftemonitor, dass in Baden-Württemberg zurzeit pro Jahr rund 269.000 beruflich qualifizierte Fachkräfte, also Absolventen einer dualen Ausbildung und beruflicher Weiterbildung, fehlen. Im Jahr 2030 wird dieser Engpass auf 485.000 Personen angewachsen sein. Geflüchtete sind eine interessante Zielgruppe, um diesen Mangel abzumildern. Sie werden in zunehmender Zahl in einer Berufsausbildung fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Von den im Jahr 2017 in Baden-Württemberg neu registrierten Azubis stammen 350 aus Syrien (Jahr 2016: 98), 322 aus Afghanistan (74), 177 aus Gambia (60), 87 aus dem Irak (46), 61 aus Pakistan (30), 48 aus dem Iran (38), 47 aus Eritrea (23), 44 aus Nigeria (23) und 19 Auszubildende haben eine somalische Staatsbürgerschaft (13).
Die IHKs in Baden-Württemberg unterstützen Ausbildungsinteressierte, Azubis und Ausbildungsbetriebe mit einem umfangreichen Leistungsangebot, zum Beispiel mit
·        Information und Beratung bei der Berufsorientierung,
·        passgenauer Vermittlung von Lehrstellensuchenden an Betriebe,
·        Förderungen von Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen zur Berufsorientierung,
·        Beratung bei Schwierigkeiten während der Ausbildung,
·        Vermittlung von Auslandspraktika für Azubis,
·        Weiterbildungsberatung sowie
·        Koordinierung der IHK-Prüfungen für Aus- und Weiterbildungsabschlüsse.

Die vollständige Leistungsübersicht der IHKs in Baden-Württemberg im Bereich Aus- und Weiterbildung finden Sie unter www.stuttgart.ihk.de, Nr. 4042642.
PM

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