Die Große Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Baden-Württemberg hat heute beschlossen, die Tarifverträge über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zum 30. April 2026 zu kündigen. Zudem hat sie die Forderungen für die Tarifrunde 2026 im Groß- und Außenhandel Baden-Württemberg beschlossen.
ver.di fordert:
– Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 %, mindestens jedoch 250 Euro,
– rentenfestes Mindesteinkommen von 14,90 € pro Stunde,
– Anhebung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 150 Euro,
– Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten.
Die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel spüren seit Jahren die deutlich steigenden Kosten für das tägliche Leben. Besonders Ausgaben für Lebensmittel, Wohnen, Energie und Mobilität sind stark gestiegen. Viele Beschäftigte berichten inzwischen, dass sie Schwierigkeiten haben, die monatlichen Kosten zu decken. Dies bestätigt auch die bundesweite ver.di-Beschäftigtenbefragung „Gute Arbeit im Handel“ aus dem Jahr 2025.
„Wir erleben, dass zahlreiche Kolleginnen und Kollegen trotz hoher Arbeitsbelastung massiv unter finanziellem Druck stehen“, betont ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Krüger. „Daher sind deutliche Lohn- und Gehaltssteigerungen angebracht und notwendig.“
Die erste Verhandlungsrunde ist für den 17. April terminiert.
Im Groß- und Außenhandel Baden-Württemberg arbeiten rund 190.000 Beschäftigte.
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg