Rund 4.500 Beschäftigte haben heute ganztägig in der Privaten Energiewirtschaft in Baden-Württemberg die Arbeit niedergelegt. ver.di hatte dazu aufgerufen, um den Druck auf die Arbeitgeber in der heutigen dritten Verhandlungsrunde deutlich zu erhöhen. Über Notdienstvereinbarungen ist die Versorgung von Unternehmen und Privathaushalten mit Strom und Energie sichergestellt.
Die Streikenden waren seit dem frühen Morgen mit rund 70 Bussen aus ganz Baden-Württemberg nach Karlsruhe zur EnBW Zentrale gekommen und haben sich dort zur Stunde zu einer Streikkundgebung versammelt. Die Verhandlungen werden ab 14 Uhr in dritter Runde fortgesetzt.
Grund für die Warnstreiks ist das Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde, das lediglich eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von 1,6 Prozent auf 28 Monate vorgesehen hat.
Stefan Hamm, ver.di Verhandlungsführer: „Mit dem Rückenwind von 4.500 Streikenden gehen wir heute in die dritte Runde. Das Signal an die Arbeitgeber ist unmissverständlich: Milliardengewinne für den Konzern und Reallohnverluste für die Beschäftigten passen nicht zusammen.“
ver.di fordert für Beschäftigte, Auszubildende und dual Studierende:
Sieben Prozent Entgelterhöhung auf zwölf Monate;
eine soziale Komponente;
die Schaffung verlässlicher Zukunftsperspektiven für Auszubildende und Dual Studierende.
Betroffen sind außer dem EnBW-Konzern rund zwanzig weitere Unternehmen mit insgesamt rund 30.000 Beschäftigten.
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg