Nachdem die Arbeitgeber in der Privaten Energiewirtschaft in Baden-Württemberg in der zweiten Verhandlungsrunde eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von lediglich 1,6 Prozent auf 28 Monate angeboten haben, ruft ver.di am kommenden Montag (9. März) zu einem landesweiten Warnstreik auf. ver.di erwartet bis zu 5.000 Streikende, die mit rund 75 Bussen aus ganz Baden-Württemberg nach Karlsruhe zur EnBW Zentrale kommen. Die Verhandlungen werden dort anschließend in dritter Runde fortgesetzt.
Stefan Hamm, ver.di Verhandlungsführer: „Die Arbeitgeber wollen über die Laufzeit Reallohnverluste von rund drei Prozent durchdrücken. Das ist eines Milliardenkonzerns mit Milliardengewinnen unwürdig. Wir werden am Montag ein klares Zeichen setzen: Die Umsetzung der Energiewende und die riesigen Investitions-Aufgaben der kommenden Jahre gelingen nur mit den Beschäftigten, nicht gegen sie.“
Die Streikenden werden vor der Zentrale der EnBW (Durlacher Alle 93 in Karlsruhe) ab ca. 9:30 Uhr erwartet. Voraussichtliches Ende der Kundgebung gegen 11:45 Uhr.
ver.di fordert für Beschäftigte, Auszubildende und dual Studierende:
Sieben Prozent Entgelterhöhung auf zwölf Monate;
eine soziale Komponente;
die Schaffung verlässlicher Zukunftsperspektiven für Auszubildende und Dual Studierende.
Betroffen sind außer dem EnBW-Konzern rund zwanzig weitere Unternehmen mit insgesamt rund 30.000 Beschäftigten.
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg