Nachwuchs für die hausärztliche Versorgung gesucht: THE LÄNDARZT geht in die nächste Runde: Vom 1. bis 31. März 2026 sind wieder Bewerbungen für die Landarztquote möglich

Vom 1. bis 31. März 2026 haben Interessierte wieder die Gelegenheit, sich im Rahmen der Landarztquote auf einen von 75 Studienplätzen im Bereich der Humanmedizin zu bewerben. Ziel des Programms ist es, die hausärztliche Versorgung in ländlichen Regionen nachhaltig zu stärken.

Die Landarztquote in Baden-Württemberg geht in die sechste Runde: Vom 1. bis einschließlich 31. März 2026 können sich Interessierte unabhängig von ihrer Abiturnote über www.ländarzt.de für einen von 75 Studienplätzen im Bereich der Humanmedizin bewerben.

Die Landarztquote ist eine Vorabquote im Zulassungsverfahren für das Studium der Humanmedizin. Grundlage ist das Gesetz zur Unterstützung der Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Bereichen des öffentlichen Bedarfs in Baden-Württemberg (Landarztgesetz). Jährlich können bis zu 75 Studienplätze an Bewerberinnen und Bewerber vergeben werden, die sich verpflichten, nach dem Studium und der Facharztweiterbildung für mindestens zehn Jahre als Hausärztin oder Hausarzt in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Gebieten zu arbeiten.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha sagte: „Mit der Landarztquote öffnen wir nicht nur die Tür zum Medizinstudium – wir sichern ganz konkret eine qualitativ hochwertige hausärztliche Versorgung von morgen in unseren Regionen im Land. Wer sich für diesen Weg entscheidet, übernimmt Verantwortung für Menschen, die sonst weite Wege oder lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssten. Für mich ist das viel mehr als eine Karriereentscheidung. Es ist ein klares Bekenntnis zu Solidarität, Nähe und Verlässlichkeit im Gesundheitswesen. Ich freue mich über alle Frauen und Männer, die diesen Weg hoch motiviert gehen und die Medizin dorthin bringen, wo unsere Bürgerinnen und Bürger gerne leben.“

Regierungspräsidentin Susanne Bay unterstrich die Bedeutung des Programms: „Mit der Landarztquote fördern wir die hausärztliche Versorgung in unseren ländlichen Regionen und eröffnen gleichzeitig jungen ambitionierten Menschen den Weg ins Medizinstudium. Entscheidend sind dabei die persönliche Eignung und Motivation der Bewerberinnen und Bewerber. Wer bereit ist, in ländlichen Regionen langfristig als Hausärztin oder Hausarzt tätig zu sein, trägt entscheidend zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung und damit zum Wohl unserer Gesellschaft bei.“

Bewerberinnen und Bewerber können ihre Unterlagen auf www.ländarzt.de hochladen und sich für einen der 75 Studienplätze bewerben. Nach einer erfolgreichen schriftlichen Bewerbung folgt für etwa 150 Personen die Einladung zu einem persönlichen Auswahlgespräch.

Für die Vergabe der Studienplätze ist die Abiturnote nicht ausschlaggebend. Maßgeblich sind vielmehr das Ergebnis des medizinischen Eignungstests (TMS), bereits gesammelte berufliche oder ehrenamtliche Erfahrungen im medizinischen Bereich sowie die Leistungen im strukturierten Auswahlgespräch.

Als Hausärztinnen oder Hausärzte in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Gebieten tragen die künftigen Medizinerinnen und Mediziner wesentlich zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung im Land bei. Das Tätigkeitsfeld ist vielfältig: Das Berufsbild der hausärztlichen Versorgung ist vielseitig, denn man kann sich in der Allgemeinmedizin, Innerer Medizin oder Pädiatrie, also Kinder- und Jugendmedizin, spezialisieren. Der spätere Einsatzort wird vor Festlegung durch das zuständige Regierungspräsidium Stuttgart gemeinsam mit den angehenden Hausärztinnen und Hausärzten besprochen. Dabei werden nach Möglichkeit persönliche Lebensverhältnisse wie beispielsweise Betreuungspflichten sowie Ortswünsche berücksichtigt.

Weitere Informationen sowie ein Video mit Einblicken in das Programm und das Berufsbild finden sich auf der Internetseite von THE LÄNDARZT.

Eindrücke zur Kampagne „THE LÄNDARZT – werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg“ gibt es zudem auf den Social-Media-Kanälen auf Instagram, LinkedIn und Facebook.

PM Regierungspräsidium Stuttgart

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