GDL-Bezirk Süd-West fordert sofortige Sicherheitsmaßnahmen: „Nicht morgen – heute handeln!“

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Bezirk Süd-West fordert Politik, Aufgabenträger und Arbeitgeber auf, unverzüglich wirksame Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten im Bahnverkehr umzusetzen. Hintergrund sind die seit Jahren zunehmenden Übergriffe auf Eisenbahnerinnen und Eisenbahner.

„Die Gewalt gegen unsere Kolleginnen und Kollegen nimmt weiter zu. Trotzdem werden immer noch Einzelmaßnahmen präsentiert, statt nachhaltige Sicherheitskonzepte umzusetzen“, erklärt der GDL-Bezirk Süd-West.

Freiwillige Bodycams oder punktuelle Videoüberwachung reichen nach Auffassung des GDL-Bezirks Süd-West nicht aus. Notwendig seien verbindliche, flächendeckende Lösungen, die Beschäftigte im Arbeitsalltag wirksam schützen.

Besonders der Übergriff auf einen Zugbegleiter in Landstuhl habe erneut gezeigt, wie unzureichend der Schutz derzeit sei. „Dieser Vorfall ist ein Warnsignal. Dass Beschäftigte weiterhin solchen Gefahren ausgesetzt sind, ist nicht hinnehmbar“, so der GDL-Bezirk Süd-West.

Ausschreibungswahn gefährdet Sicherheit

Mit deutlichen Worten kritisiert der GDL-Bezirk Süd-West den zunehmenden Ausschreibungswahn im Nahverkehr. „Im Wettbewerb zählt häufig nur noch der billigste Preis. Diese ‚Geiz-ist-geil‘-Mentalität geht direkt zulasten von Personal, Ausbildung und Sicherheit“, so der GDL-Bezirk Süd-West.

Wer Verkehrsverträge ausschließlich nach Kosten vergibt, spart am falschen Ende. Leidtragende sind Beschäftigte und Fahrgäste.

GDL-Bezirk Süd-West fordert wirksame Maßnahmen – keine Symbolpolitik

Mit Blick auf die anstehenden Sicherheitsgipfel warnt der GDL-Bezirk Süd-West vor reiner Symbolpolitik. „Wir brauchen keine weiteren Gesprächsrunden ohne Ergebnis. Es geht um konkrete Konsequenzen – und zwar jetzt.“

Der GDL-Bezirk Süd-West fordert unter anderem:

  • einen Ausbau von Schulungen zur Deeskalation,
  • regelmäßige Doppelbesetzungen in Zügen,
  • deutlich mehr qualifiziertes Sicherheitspersonal,
  • eine bessere personelle Ausstattung der Bundespolizei,
  • verbindliche Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden,
  • klare und überprüfbare Sicherheitskonzepte.

 

Zudem müssen Aufgabenträger im SPNV Sicherheitsmaßnahmen verbindlich und finanzierbar in Verkehrsverträgen verankern. „Wer Sicherheit verlangt, muss sie auch bezahlen“, betont der GDL-Bezirk Süd-West.

Jetzt handeln – nicht morgen

„Nicht morgen. Nicht übermorgen. Heute. Die Zeit der Ankündigungen ist vorbei. Jetzt müssen Taten folgen.“

Politik, Arbeitgeber und öffentliche Auftraggeber stehen gemeinsam in der Verantwortung, ausreichend Mittel für Personal, Prävention und Schutz bereitzustellen. Interne Zielvorgaben, etwa bei Fahrpreisnacherhebungen, verschärfen Konflikte und erhöhen das Risiko für Beschäftigte zusätzlich.

„Sicherheit ist kein Bonus, sondern ein Grundrecht. Wir werden weiter Druck machen, bis unsere Kolleginnen und Kollegen dauerhaft, wirksam und flächendeckend geschützt sind“, so der GDL-Bezirk Süd-West abschließend.

PM Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Bezirk Süd-West

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