Zur heutigen Einigung der Bundesregierung mit den Fraktionen von CDU/CSU und SPD auf einen „Investitionspakt“ für den Filmstandort Deutschland sagt Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen, die im Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) für Medienpolitik federführend ist:
»Das ist ein wichtiges Signal für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Planbarkeit am Produktionsstandort Deutschland. Gut ist, dass mit einer verlässlichen wirtschaftlichen Filmförderung von 250 Mio. Euro jährlich und der Investitionsverpflichtung für Streamer und Sender zwei zentrale Hebel zusammengeführt werden.
Für Baden-Württemberg entscheidend ist, dass der Pakt die Wertschöpfung bei den Dienstleistern spürbar stärkt, also bei Studios, Technik, Postproduktion, VFX/Animation und dem Handwerk. Genau dort liegen bei uns Kompetenzen und Arbeitsplätze, die durch zusätzliche Produktionen unmittelbar profitieren können. Gleichzeitig bleibt der Handlungsdruck hoch. Baden-Württemberg ist bei der Bundesfilmförderung seit Jahren deutlich unterrepräsentiert. Rund ein Prozent der Mittel erreicht den Südwesten. Das liegt nicht an der Qualität, sondern an der Logik der Programme: Geld folgt meist den Ausgaben und die fallen dort an, wo große Studio- und Dienstleisterstrukturen stehen.
Wenn der Investitionspakt wirklich Wirkung in der Fläche entfalten soll, brauchen wir im Südwesten mehr Produktionsvolumen, mehr Infrastruktur und mehr Sichtbarkeit. Die Reform der Bundesanreize ist eine Chance. Jetzt müssen Land, Branche und Auftraggeber sie gemeinsam nutzen.«
Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) ist eine Vereinigung der zwölf baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHKs). In Baden-Württemberg vertreten die zwölf IHKs die Interessen von mehr als 650.000 Mitgliedsunternehmen. Zweck des BWIHK ist es, in allen die baden-württembergische Wirtschaft und die Mitgliedskammern insgesamt betreffenden Belangen gemeinsame Auffassungen zu erzielen und diese gegenüber der Landes-, Bundes- und Europapolitik sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und anderen Institutionen zu vertreten.
PM Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag