Die Industriegewerkschaft IGBCE Baden-Württemberg warnt davor, in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten an Eckpfeilern der jahrzehntelang bewährten Sozialpartnerschaft zu rütteln

Die Industriegewerkschaft IGBCE Baden-Württemberg warnt davor, in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten an Eckpfeilern der jahrzehntelang bewährten Sozialpartnerschaft zu rütteln. Im Rahmen ihres Neujahrsempfangs stellte Landesbezirksleiterin Catharina Clay fest, dass es die Gewerkschaften und Arbeitgeber seien, die sozialen Frieden und Stabilität einerseits und den wirtschaftlichen Erfolg der sozialen Marktwirtschaft andererseits gewährleisteten.

„Dafür muss auch unser Land den richtigen Gestaltungsspielraum schaffen“, positionierte sich Clay vor rund 100 Funktionärinnen, Betriebsräten und Arbeitgebervertretern. „Um im Land in den kommenden Jahren Arbeitsplätze zu erhalten, gute Arbeitsbedingungen auszuweiten und verlässliche Tarifverträge zu schließen, erwarten wir von der nächsten Landesregierung ein klares Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft.“

Mit Blick auf die Landtagswahlen betonte die Landesbezirksleiterin die Bedeutung demokratischer Beteiligung von Arbeitnehmern für die Zukunftsfähigkeit des Landes: „Wir wollen unseren Beitrag leisten und die Demokratie weiter stärken – und dafür braucht es politische Rahmenbedingungen, die Mitbestimmung im Betrieb sichern und die Tarifautonomie gewährleisten.“

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IGBCE und Festredner beim Neujahrsempfang, betonte einmal mehr sein Verständnis von Sozialpartnerschaft. „Wir verstehen diese nicht als Anhängsel von Kostenmanagement, sondern als demokratisches Prinzip der Teilhabe – im Aufschwung wie in der Krise“, sagte er mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Situation. Die Zukunft guter Arbeit hänge an Haltung und an Verantwortungsbewusstsein auf beiden Seiten des Verhandlungstisches. „Darum erwarten wir von den Arbeitgebern, dass sie sich dieser Verantwortung stellen. Nicht mit Lippenbekenntnissen, sondern mit gemeinsamen Konzepten für sichere Beschäftigung, für Qualifizierung und für Investition in Zukunft.“

Andreas Stoch, Landes- und Fraktionsvorsitzender der SPD Baden-Württemberg, will diese Zusammenarbeit stärken: „Mein Ziel ist es, den konstruktiven Dialog zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten auszubauen, Tarifbindung zu stärken und Weiterbildungsangebote zu fördern. So gestalten wir den Strukturwandel gemeinsam, sichern gute Arbeitsbedingungen und schaffen Vertrauen in eine faire Zukunft.“

Andreas Klose, Leiter des IGBCE-Bezirks Stuttgart, sieht in der täglichen Praxis, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine funktionierende Sozialpartnerschaft ein elementarer Entscheidungsfaktor sei. „Beschäftigungssicherung und somit der Erhalt unserer Industrien ist jetzt Thema Nummer Eins. Fair und auf Augenhöhe können wir diese Herausforderung, gemeinsam bewältigen. Auf unsere IGBCE ist hierbei Verlass!“

 

PM Industriegewerkschaft IGBCE

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