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Ausstellung von Urschwäbin im Wäscherschloss

Eine Urschwäbin ist sie, stammen doch ihre Eltern schon aus dem Schwabenland. Bereits als Kind fand Ingrid Schindler großen Gefallen am Zeichnen und Malen. Ihre Schulhefte zeugen davon. Darin findet man überall zum Text passende Bildchen dazugemalt und einmal porträtierte sie sogar ihren Lehrer während dem Unterricht!

Schon damals hatte es dem talentierten Mädchen die Schönheit der Natur angetan. Ihr Vater Wolfer arbeitete als Musterzeichner zeitweise im Atelier Schindler in Göppingen. „Ich erlebte meinen Vater oft am Schreibtisch zu Hause mit Pinsel, Farbe und Wasserglas stundenlang eine vor sich liegende Zeichnung so auf dieses spezielle Papier tüpfelnd, damit die Webstühle danach arbeiten konnten und eindeutig war, welche Fäden oberhalb und welche unterhalb zu erscheinen haben. Es ist kompliziert und erfordert viel technisches und rechnerisches Können.“ So ist es nicht verwunderlich, woher der Drang und das Talent zur Malerei bei Ingrid Schindler kommen.

Unter der Leitung von Herrn Böhler gestattete eine Gruppe älterer Herren es der jungen Frau sogar, dass sie 1962 gemeinsam mit ihnen in Reutlingen im „Tübinger Tor“ erstmals ihre Bilder ausstellen durfte.

Nach ihrer beruflichen Laufbahn als Fremdsprachenkorrespondentin und Aufenthalten in England und Frankreich entschied sie sich für ein Lehrerstudium an der Uni in Stuttgart in Englisch und Französisch.

Seit vielen Jahren lebt sie in Göppingen und begann in den 80er Jahren über die VHS mit Herrn Kurt Grabert mit der Landschaftsmalerei im Freien. „Diese Zeit war sehr prägend“, so Ingrid Schindler. Weitere verschiedene Kurse folgten, z.B. Blumenbilder, Stillleben, Menschen.

Immer wenn es möglich war, hielt und hält sich die Göppinger Malerin Ingrid Schindler gern in der Natur auf. Diese Liebe zur Natur spürt der aufmerksame Betrachter in den realistischen Aquarellen der Malerin. Bis Mitte der 90er Jahre konzentrierte sie sich auf die Aquarellmalerei. Wenige Arbeiten sind mit Öl, einige mit Kohle entstanden. Später arbeitete Sie viel in Acryl, um dann doch ab und zu zum Aquarell zurückkehrzukehren. Es ist die Freude an der Natur, die sie immer wieder den Pinsel zur Hand nehmen lässt.

Einige Malfreunde haben jahrelang schon zusammen gemalt. Sie entwickelten inzwischen ihren eigenen Stil und so bildete sich vor 25 Jahren die „FREIE MALGRUPPE“ der VHS Göppingen mit dem Wunsch, sich bestimmte Dozenten auszusuchen und im harmonischen Miteinander kreative, individuelle, künstlerische Entwicklungen zu ermöglichen. Bei ihren Versuchen abstrakt zu malen landete und landet sie aber doch immer wieder bei Eindrücken, die sich aus der Natur aufdrängen.

Am Donnerstag, 13. August 2015, lädt Ingrid Schindler zu einer Wanderung vom Wäscherschloss durch den Weiler Wäscherhof und die Ebene in Richtung Hetzenhof ein. An ausgewählten Orten erzählt die Künstlerin, warum sie ihre Motive vorwiegend in der Natur findet, über ihre Motivwahl und die Umsetzung auf Papier. Auch berichtet sie über ihre Maltechniken. Für die Wanderung wird ein Unkostenbeitrag von 5 € erhoben. Um Anmeldung wird gebeten. Galerist Rüdiger Wolff freut sich über Ihre Anmeldung. Tel. 07165 / 929 399.

Die Vernissage ihrer Ausstellung „Einzigartige Natur“ im Café vom Wäscherschloss beginnt um 19 Uhr. Der Flötenkreis der evangelischen Stadtkirche Murrhardt wird dazu aufspielen.

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