Jetzt ist Zeit für den Hochwasser-Vorsorgecheck: Eigenvorsorge, Alarmierungen und richtiges Verhalten im Ereignisfall

Mit dem Herbst rücken länger anhaltende Niederschläge und mögliche Hochwasserlagen wieder stärker in den Blick. Die Stadtverwaltung empfiehlt deshalb, Schutzvorkehrungen am Gebäude, persönliche Notfallpläne und die eigenen Möglichkeiten zum Empfang von Warnungen jährlich zu überprüfen.

Hochwasser und Starkregen werden im Alltag oft gleichgesetzt, entstehen aber auf unterschiedliche Weise: Hochwasser entstehen meist durch Gewässer, die über die Ufer treten. Starkregen können hingegen auch abseits von Fils, Krumm und Ziegelbach zu gefährlichem Oberflächenabfluss führen. Für die persönliche Vorsorge ist deshalb der Blick in beide Gefahrenkarten wichtig. Die Hochwassergefahrenkarte ist unter www.eislingen.de/hochwasser und die Starkregengefahrenkarte ist unter www.eislingen.de/starkregen erreichbar. Die Karten sind Grundlagen für die kommunale Vorsorgeplanung und die schrittweise Umsetzung des städtischen Handlungskonzepts.

Oberbürgermeister Oliver Marzian betont: „Die kommunale Vorsorge UND die private Eigenvorsorge sind zwei unverzichtbare Komponenten beim Schutz vor Hochwasser und Starkregen. Wir als Stadt investieren weiter in Planung, Unterhaltung, Gefahrenabwehr und Bevölkerungsinformation.“

So erfolgt beispielsweise regelmäßig die Unterhaltung der Gewässer in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde und unter Beachtung der ökologischen Vorgaben. Einen vollständigen Schutz kann jedoch weder die Stadt noch ein technisches Bauwerk gewährleisten.

„Eine gute Vorbereitung muss im Alltag funktionieren. Warn-App, Notfallkontakte, wichtige Dokumente, Medikamente, Taschenlampen und Powerbanks sollten nicht erst dann gesucht werden, wenn das Wasser bereits steigt“, erklärt Emily Traub, Sachbearbeiterin Bevölkerungsschutz und Feuerwehrwesen.

Zum jährlichen Vorsorgecheck gehört, private Dachrinnen, Abläufe und Entwässerungswege sauber und funktionsfähig zu halten, Rückstausicherungen fachgerecht warten zu lassen sowie mobile Schutzelemente auf Vollständigkeit und Zugänglichkeit zu prüfen. Befüllte Sandsäcke beziehungsweise leere Säcke mit geeignetem Füllmaterial sind nur sinnvoll, wenn sie trocken, UV geschützt, schnell erreichbar und in gebrauchsfähigen Zustand gelagert werden. Wer Hilfe von Angehörigen oder Nachbarn benötigt, sollte Zuständigkeiten und Erreichbarkeiten vorher absprechen. Fahrzeuge, Wertgegenstände, Gefahrstoffe und elektrische Geräte sollten frühzeitig aus gefährdeten Bereichen entfernt werden, sofern dies noch gefahrlos möglich ist. Im Ereignisfall hat der Eigenschutz Vorrang: Überflutete Keller dürfen nicht betreten werden. Auch Tiefgaragen, Straßen und Unterführungen, die unter Wasser stehen dürfen weder betreten noch befahren werden. Der Strom in gefährdeten Gebäudeteilen darf nur abgeschaltet werden, solange dies ohne Kontakt zu Wasser möglich ist. Kein Sachschaden ist es wert, das eigene Leben zu riskieren! Bereits ein niedriger Wasserstand kann Türen blockieren, leitet Strom und steigt innerhalb kurzer Zeit weiter an.

Feuerwehrkommandant Mario Feller warnt: „Verlassen Sie gefährdete Bereiche frühzeitig und wählen Sie bei akuter Gefahr für Menschen oder bedeutende Sachwerte den Notruf 112.“ Bereits jeder private Haushalt kann mit überschaubaren Mitteln und Maßnahmen die eigene Sicherheit erhöhen. Hinweise zur Warnung und der persönlichen Notfallvorsorge stehen unter www.eislingen.de/bevoelkerungsschutz bereit.

Foto (Bildquelle: Stadt Eislingen): Steigende Wasserstände können sich schnell zu einer Gefahrenlage entwickeln – umso wichtiger ist es, Schutzvorkehrungen am Gebäude und persönliche Notfallpläne regelmäßig zu überprüfen

PM Stadtverwaltung Eislingen

 

 

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