Demenz im Alltag – und im Radio – Bei Radio Fips lenkt die Lokale Agenda 21 Uhingen den Fokus auf ein Thema, das viele Menschen betrifft

„Demenz! Diese Diagnose ist bei vielen Menschen ein Schlag in die Magengrube“, sagte Moderator Michael Hügel eingangs der Radiosendung  „Total Lokal – Uhingen macht Radio“. Gemeinsam mit Ralf Ayrer von der Lokalen Agenda 21 Uhingen wurde beim regionalen Radiosender Radio Fips der Fokus auf diese Krankheit gelegt. Um mehr über das Thema zu erfahren, waren Matthias Wittlinger (Bürgermeister Stadt Uhingen und Geschäftsführer Sozialstation Uhingen), Benedikt Lopin (stellvertretender Leiter der Sozialstation Uhingen) und Michael Lopin als pflegender Angehöriger einer von Demenz betroffenen Person zu Gast im Studio in Göppingen.

„Demenz  kann jeden treffen und leider ist die Krankheit nicht heilbar“, lautete eine der ernüchternden Erkenntnisse. Doch: „Das Fortschreiten der Krankheit lässt sich verlangsamen“, stellte Michael Hügel fest. Wichtig sei es, mit der Erkrankung offen umzugehen und Hilfe anzunehmen. Welche Hilfe es gibt, machte Uhingens Bürgermeister Matthias Wittlinger anhand der Sozialstation Uhingen deutlich. Diese wurde 1979 von den Krankenpflegevereinen Albershausen, Wangen und Uhingen ins Leben gerufen und dieser Zusammenschluss im Jahr 2000 in eine gemeinnützige GmbH überführt. Das Team der Sozialstation bietet folgende Leistungen an: Häusliche Kranken- und Altenpflege, Palliativpflege, Rufbereitschaft, Betreuung, Hausnotruf, Kurse für Angehörige sowie Beratung und Informationen.

50 Arten der Demenz

Benedikt Lopin, der zusätzlich zur stellvertretenden Leitung bei der Uhinger Sozialstation noch in einem Pflegeheim in Göppingen arbeitet, sei es wichtig über das Thema Demenz zu sprechen. Er ging auf die persönliche Wahrnehmung eines Betroffenen ein, der mit der Diagnose Demenz konfrontiert wird – und auch auf die Angehörigen. „Demenz kommt immer in Schüben, die leicht anfangen“, berichtet Benedikt Lopin. „Man merkt es oftmals nicht, weil die Vergesslichkeit – verlegte Schlüssel oder vergessene Termine – auf das Alter geschoben wird.“ Um Gewissheit zu erhalten, gebe es  Demenztests, entweder bei Hausärzten oder in Pflegeeinrichtungen. „Wenn dann einiges auf eine Erkrankung hindeutet, ist der Besuch bei einem Facharzt zu empfehlen.“ Zudem berichtete Benedikt Lopin, dass etwa 50 Arten der Demenz-Erkrankung bekannt seien – wie die  Alzheimer-Demenz oder Parkinson-Demenz.

Michael Lopin schreibt Lied über das Vergessen

Welche Auswirkung eine Demenz-Erkrankung eines Angehörigen auf die Familie haben kann – und wie man als Betroffener umgehen kann –, darauf ging Michael Lopin ein. Um die Erkrankung seiner Schwiegermutter zu verarbeiten, schrieb er ein Lied. „Ich fühl‘ dich noch, auch wenn die Bilder geh’n / Ich fühl dich noch, auch wenn die Erinnerung vergeh’n“, heißt es in dem ruhigen Lied. Dabei handelt es sich um das dritte Lied, dass der Uhinger Michael Lopin mit Hilfe von KI zum Thema Demenz geschrieben hat. „Mit Musik lässt sich ausdrücken, wie die Gefühlslage ist“, sagte er. Und bei einem in der Sendung gespielten Lied habe er sich überlegt, was seine Schwiegermutter wohl fühle.

Wer das Lied und viele weitere Infos zur Krankheit hören will, kann die Sendung noch bis Samstag, 24. Oktober, in der Mediathek von Radio Fips auf www.radiofips.de unter „Total Lokal Uhingen“ anhören.

Foto (Stadt Uhingen): Die Moderatoren Michael Hügel (links) und Ralf Ayrer (rechts) beleuchten mit den Studiogästen (von links) Michael und Benedikt Lopin sowie Matthias Wittlinger alle Facetten der Demenz-Erkrankung – für Betroffene und Angehörige. Die Radiosendung kann bis 24. Oktober in der Mediathek angehört werden.

 

PM Stadtverwaltung Uhingen

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