Eislinger zu Gast in der ungarischen Partnerstadt – Ungarische Gastfreundschaft, Stadtentwicklung und persönliche Begegnungen prägen den Besuch in Villány

Mit Südungarn verbinden viele Eislingerinnen und Eislinger vor allem die Partnerstadt Villány. Zur Weinlese verwandelt sich die Stadt jedes Jahr zu einem Anziehungspunkt für tausende Gäste aus dem In- und Ausland. Einer der Höhepunkte ist das Rotweinfestival, zu dem Oberbürgermeister Oliver Marzian von seinem Amtskollegen Bürgermeister István Mayer herzlich eingeladen wurde. Eine 11-köpfige Delegation aus Vertretern des Gemeinderats, des Partnerschaftskomitees und der Stadtverwaltung reiste aus diesem Anlass nach Villány.

Die Eislinger Delegation wurde in einer der traditionsreichen Kellereien im Herzen Villánys herzlich empfangen. Bürgermeister István Mayer begrüßte seine Gäste und spannte in seinem Grußwort den Bogen von der Entwicklung Villánys bis hin zur 37 Jahre bestehenden Verbindung mit Eislingen. Auch Oberbürgermeister Oliver Marzian hob in seiner Begrüßung die Bedeutung der persönlichen Begegnungen hervor. Ein vereintes Europa lebe davon, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam feiern und dabei Vertrauen entwickeln. Dass ein solcher Besuch auch für ihn manche Überraschung bereithalten könnte, zeigte sich schon am ersten Abend. In einer geselligen Zeremonie wurde er zur Aufnahmeprüfung in die Weinbruderschaft „Custodes Vinorum de Villány“ gebeten. Die Aufgaben rund um das Thema Wein meisterte er mit Bravour und gaben zugleich einen tiefen Einblick in die Bedeutung der Weinkultur in Villány. Anschließend führte der Weg in die jahrhundertalte, weit verzweigte Kelleranlage, in der Qualitätsweine lagern und von Gästen aus aller Welt verkostet werden. Am nächsten Tag konnte sich die Eislinger Delegation bei einem Rundgang mit Bürgermeister István Mayer ein Bild von der Entwicklung Villánys machen. Die Stadt hat sich als Wein- und Tourismusstadt längst einen Namen gemacht, ist in ganz Ungarn bekannt und gewinnt auch international an Sichtbarkeit. Zugleich investiert die Stadt seit einigen Jahren in den Ausbau der städtischen Infrastruktur und in die Aufenthaltsqualität. Freizeit- und Naturangebote, neu gestaltete Plätze, Kita-Einrichtungen sowie moderne Sport- und Freizeitangebote haben das Ortsbild sichtbar verändert. Ein Höhepunkt des Rotweinfestivals war der farbenfrohe Festumzug am Nachmittag, an dem die Eislinger Delegation als Teil der Festgesellschaft teilnehmen durfte. Anschließend gaben die jungen Musikerinnen und Musiker des Villányer Blasorchesters auf dem Rathausplatz eine spritzige Kostprobe ihres Könnens. Oberbürgermeister Marzian nutzte die Gelegenheit, sie für das kommende Jahr zum Stadtfest einzuladen. Am Abend konnte man deutlich sehen, welche Dimension das Rotweinfestival inzwischen erreicht hat. Rund 10.000 Besucherinnen und Besucher strömen inzwischen jährlich auf das Veranstaltungsgelände. Bekannte ungarische Popstars sorgen mit Konzerten für ausgelassene Stimmung an beiden Festtagen. Am letzten Tag vor der Heimreise wartete noch ein besonderes Erlebnis auf die Eislinger Gäste. Eine Fahrt mit dem Traktor führte in den Weinberg ‘Teufelsgraben‘. Interessante Informationen zum Anbau und zur Bewirtschaftung der umliegenden Weinberge rundeten die Tour ab und boten einen eindrucksvollen Ausblick in die landschaftlich schöne Umgebung. Der Besuch war damit weit mehr als ein Wiedersehen. Villány präsentierte sich als Partnerstadt, deren Verbindung zu Eislingen von persönlichen Begegnungen lebt. Und als Stadt mit einer starken Weintradition und sichtbarer Entwicklung zu einem modernen Ort, an dem die Villányer gerne leben und Gäste herzlich willkommen sind.

Das Partnerschaftskomitee der Stadt Eislingen sucht weitere Mitglieder für die Städtepartnerschaft mit Villány. Wer Interesse an einem aktiven Mitwirken hat, kann sich bei Christine Wehausen, Vorsitzende des Partnerschaftskomitees (E-Mail: chwehausen@web.de) oder bei Heike Rapp, Partnerschaftsbeauftragte Stadt Eislingen (Tel. 07161 804-141, E-Mail: h.rapp@eislingen.de) melden

Foto (Bildquelle: Stadt Eislingen): Beim traditionsreichen Festumzug durfte sich die Delegation einreihen und Eislingen vertreten

PM Stadtverwaltung Eislingen

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