Die Bewohner von Faurndau und Uhingen haben den Geruch noch in der Nase: Nach der Installation der Klärschlammtrocknung in diesem Jahr ist es immer wieder zu extrem unangenehmen Gerüchen gekommen. Abhilfe schafft nun ein Beschluss des Ausschusses für Umwelt und Technik: Für 225.000 Euro kann die Stadtentwässerung Göppingen (SEG) eine Abluftreinigung anschaffen.
Ohne diese Ergänzung kann die neue Anlage für die Niedrigenergietrocknung des Klärschlamms nur sehr eingeschränkt betrieben werden. Die Folge: der anfallende mechanisch entwässerte Klärschlamm kann nicht in Gänze trocknen, sondern muss teuer entsorgt werden. Daraus entstehen zusätzliche Kosten von bis zu 100.000 Euro pro Monat.
Zu Testzwecken hat die SEG deshalb eine Abluftreinigung mit dem System Eco Cube der Firma EES an einem der Trocknungsmodule installiert. Der Eco Cube ist ein kompaktes Photolyse-System zur Geruchsreduzierung, das Gerüche mit Hilfe von aktiviertem Sauerstoff und Hydroxylradikalen wirksam abbaut. Der Testlauf war erfolgreich: Die Abluft der Niedrigenergietrocknung ist anschließend fast geruchslos. Nun sollen alle drei Module der Anlage mit dem System nachgerüstet werden. Die dafür benötigten 225.000 Euro können im Haushalt kompensiert werden, da für die Erschließung im Freihof in Faurndau weniger Mittel ausgegeben werden.
PM Stadtverwaltung Göppingen