Absage eines regionalen Verlags – Buchprojekt von Alfred Brandner sucht neuen Partner

Der geplante Buchband des Schwäbisch Gmünder Autors und Einsatztrainers Alfred Brandner erlebt einen unerwarteten Dämpfer: Ein Verlag aus Schwäbisch Gmünd hat das Projekt aufgrund des Umfangs und des wirtschaftlichen Risikos abgelehnt. Für Brandner ist das enttäuschend – aber kein Grund stehenzubleiben. Im Gegenteil: Die Absage wirkt wie ein neuer Startpunkt.

Das Buchprojekt fußt auf einem außergewöhnlichen Lebenswerk: über tausend Texte, entstanden über Jahrzehnte. Nicht aus literarischem Ehrgeiz, sondern aus dem inneren Drang, festzuhalten, „was mir begegnet ist: Menschen, Orte, Arbeit, Verantwortung, Glück, Gefahr“. Die Texte führen durch prägende Stationen seines Lebens:

  • die Kindheit in der Gmünder Glashütte,
  • die Jahre auf See – Krisengebiete, Stürme, Kameradschaft,
  • über drei Jahrzehnte Rettungsdienst, darunter Motorradrettung,
  • sowie seine Arbeit als Dan‑Träger, Einsatztrainer und Experte für Gewaltprävention.

Brandner beschreibt sein Manuskript als „gewachsenes, ehrliches Material aus vielen Jahren“. Sein Ziel bleibt klar: Die Geschichten sollen „ihren Weg zu den Menschen finden – hier in der Region und darüber hinaus“.

Absage als Wendepunkt – nicht als Ende

Die Entscheidung des regionalen Verlags markiert keinen Schlussstrich, sondern einen Übergang. Brandner sucht nun aktiv nach einem neuen Partner – regional, überregional oder im Bereich Fachverlage für Rettungsdienst, Einsatztraining oder Gewaltprävention.

„Ich habe mein Leben lang geschrieben“, sagt Brandner. „Jetzt wünsche ich mir einen Verlag, der erkennt, was in diesen Texten steckt: ein Stück Schwäbisch Gmünd, ein Stück Ostalb, ein Stück Menschlichkeit.“

Über das Buchprojekt

Der geplante Band vereint Erinnerungen, Beobachtungen und Einsatzerfahrungen zu einem einzigartigen regionalen Zeitdokument. Er zeigt eine Stadt im Wandel, eine Industrie, die fast verschwunden ist, und ein Leben zwischen Verantwortung, Gefahr und Haltung. Brandner sieht darin nicht nur seine eigene Geschichte, sondern „auch Schwäbisch Gmünd: die Menschen, die Arbeit, die Veränderungen, die Geschichten, die sonst niemand mehr erzählt“.

Alfred Brandner

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