Ich komme aus einer dieser typischen Ostalb‑Sommerphasen, in denen alles gleichzeitig passiert und trotzdem keiner so genau weiß, ob das jetzt Erholung oder ein Nebenjob war: Meine Schülerferienprogramme mit Spezial‑Selbstschutzthema sind erfolgreich durchgezogen – die Kids haben gelernt, wie man sich behauptet, ohne gleich Bruce Lee zu zitieren.
Und jetzt ist Schluss mit Sommerpause. Die Taekwondo‑ Auszeit ist offiziell vorbei – das reguläre Training läuft wieder an.
Ich stehe ab Montag wieder in der Staufenhalle Plüderhausen, dort wo drei Mal pro Woche die Energie knallt. Die Halle vibriert, die Trainerinnen und Trainer sind im Vollgasmodus, und ich merke sofort: Jetzt wird wieder gekickt, geschwitzt und gelacht. Genau diese Mischung, die Taekwondo hier so besonders macht.
Was bleibt vom Sommer? Natürlich das volle Programm:
- Der Rest der Badesaison im Bud‑Spencer‑Bad, wo ich nach dem Training noch einmal ins Wasser springe, als wäre ich Statist in einem 80er‑Jahre‑Actionfilm.
- Der anschließende Besuch in meiner Stammkneipe, wo die Gespräche zuverlässig zwischen Trainingsanekdoten und Lokalhumor pendeln.
- Und meine Ausfahrten mit dem Bike – rein in mein ehemaliges Einsatzgebiet Göppingen, vorbei an Orten, an denen ich früher gearbeitet, geholfen, gerettet oder einfach nur Geschichten gesammelt habe.
Der Sommer verabschiedet sich, das Training ist zurück – und ich sage ganz entspannt: Wir werden sehen, was kommt.
Alfred Brandner