Der Finaltag am Sonntag hielt auf dem Dressurviereck, was sich die Veranstalter erhofft hatten. „Wir hatten optimale Bedingungen, eine super Startbeteiligung und die Stimmung unter Helfern und Teilnehmern ist gut“, zog Turnierleiter Frank Reutter ein zufriedenes Fazit. Vom Nachwuchspferd bis zur Königsklasse wurde den Zuschauern Dressursport mit Spannung, Gefühl und vielen besonderen Momenten geboten.
Nachwuchstalente zeigen Klasse
Den Auftakt machte die Dressurpferdeprüfung Klasse A, die Qualifikation zum Gert-Gussmann-Cup. Mit 8,46 setzte sich Maria Wagner (Reitclub Sigmaringen e.V.) mit dem vierjährigen dunkelbraunen Wallach Vin Santo an die Spitze. Der Sohn des Va Bene aus einer Mutter von Sir Heinrich überzeugte besonders in der Durchlässigkeit mit der Wertnote 8,80. Dahinter folgte Margit Hagel (RFV Zollenreute e.V.) mit der vierjährigen braunen Stute Broomhilda (8,10), einer Tochter von Bonds. Rang drei ging an Ellen Stengele (RFV Pfullendorf e.V.) mit Vamos, ebenfalls einem vierjährigen Va-Bene-Nachkommen, der mit seinem ausdrucksstarken Galopp die Wertnote 8,50 erhielt und insgesamt 8,08 erreichte.
Destiny Hope tanzt zum Sieg
In der Dressurpferdeprüfung Klasse M gehörte die Ehrenrunde Sonja Agster (RV Reutlingen) mit der siebenjährigen dunkelbraunen Oldenburger Stute Destiny Hope. Die Tochter des Don Nobless zeigte eine harmonische Runde und kam auf eine Gesamtnote von 7,54. Nur hauchdünn dahinter landete Anke Simon (RFV Böblingen) mit der sechsjährigen braunen Rheinländer-Stute Fräulein Eloise F und 7,50. Auf Rang drei setzte sich Annika Abas-Gutjahr (RFV Möglingen) mit der siebenjährigen Rappstute MickyMaus W (Morricone I – Florestan I) und 7,44. Besonders auffällig: MickyMaus W erhielt für ihren Trab die starke 8,20.
Leonie Moll feiert Doppelerfolg
Dann wurde es sportlich anspruchsvoll: In der Dressurprüfung Klasse S* auf Trense führte an Leonie Moll (RSC Jettweiler e. V.) kein Weg vorbei. Gleich die ersten beiden Plätze gingen an die erfolgreiche Reiterin. Mit dem achtjährigen Fuchswallach Soccx setzte sie sich mit insgesamt 908,50 Punkten und 72,103 Prozent durch. Silber holte Moll mit dem ebenfalls achtjährigen Wallach Sheldor, einem DSP (BaWü) von Secret aus einer Mutter von Day Dream, mit 70,952 Prozent. Auf Platz drei ritt Stephanie Witzemann (PS-Team Winterlingen e.V.) mit dem neunjährigen Rappwallach Quadronoir (Quadroneur – Benetton Dream) und 68,889 Prozent. Ein Ergebnis, das die Qualität und Konstanz des Rittes von Leonie Moll eindrucksvoll unterstrich.
Lady Sunshine strahlt im Prix St. Georges
Am frühen Nachmittag gehörte das Viereck den Amateuren in der Dressurprüfung Klasse S* auf Kandare – Prix St. Georges. Mit einem besonders ausgeglichenen Auftritt galoppierte Amelie Besenfelder (RFV Eberhardzell) mit Lady Sunshine zum Sieg. Das Paar sammelte 1326,00 Punkte, entsprechend 69,789 Prozent. Nur knapp dahinter folgte Anna Lena Kastner (RV Singen e.V.) mit Fürst Farbenfroh S und 69,579 Prozent. Auf Rang drei setzte sich Franziska Betz (Fahr- und Reitsportgruppe Marbach e.V.) mit Fiorello 129 fest. 69,211 Prozent standen am Ende für das Paar zu Buche – und damit lagen die drei Erstplatzierten gerade einmal knapp sechs Zehntelprozentpunkte auseinander. Spannung bis zur letzten Grußaufstellung.
Steendieks Derrick setzt zum großen Finale an
Den glanzvollen Schlusspunkt setzte die Dressurprüfung Klasse S***, die Intermediaire II. Mit einer beeindruckenden Runde sicherte sich Ann Cathrin Rieg (RC Badhof Bad Boll) mit Steendieks Derrick den souveränen Sieg. Das Paar erhielt von den fünf Richtern insgesamt 1401,50 Punkte und 73,763 Prozent. Auf Rang zwei folgte Nicole Isser (RFV Oberschwaben) mit FBW DiCaprio, die mit 69,842 Prozent ebenfalls eine starke Leistung zeigte. Dritter wurde Markus Schetter (RV Waiblingen) mit Duke Rubin und 67,658 Prozent.
Ein Sonntag, der Lust auf mehr macht
Mit starken Nachwuchspferden am Morgen, packenden S-Dressuren und einem würdigen Finale in der Intermediaire II endet das Festival des Dressurpferdes in Marbach, dass die ganze Bandbreite des Dressursports zeigte. Zufriedene Gesichter bei Reitern, Helfern und Veranstaltern und eine gute Stimmung rund um das Viereck machten den Sonntag zu einem gelungenen Abschluss. Die Pferde haben getanzt, die Reiter um jede Zehntelnote gekämpft – und das Publikum durfte Dressursport hautnah erleben.
PM Festival des Dressurpferdes