Junge Katze in Geislingen in Karton ausgesetzt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

Tierquäler gesucht: Laut einer Polizeimeldung hat eine Spaziergängerin am Samstag gegen 16:40 Uhr eine junge schwarze Katze in einem Karton auf einem Parkplatz in der Weilerstraße in Geislingen gefunden. Das Tier sei  durch die Hitze dehydriert gewesen. Wie lange sich die Katze in dem Karton befunden habe, sei nicht bekannt. Sie sei nicht gechippt gewesen und in das örtliche Tierheim gebracht worden. Auf dem Karton hätten sich Geburtstagsglückwünsche befunden. Die Polizei Geislingen hat Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen und bittet unter der Telefonnummer 07331 / 93270 um Hinweise zur Herkunft der Katze.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail und auch anonym.

„Wir wollen aufklären, wer die junge Katze hilflos in dem Karton zurückgelassen hat. Eine solche Tat kann bei den betroffenen Tieren schwere körperliche und psychische Leiden verursachen“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Die verantwortliche Person hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und stattdessen das Tierheim um Hilfe bitten müssen. Die Katze einfach auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“

Hintergrundinformationen:

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Katzenschutzverordnungen verringern Tierleid
Die Tierrechtsorganisation setzt sich für eine bundesweite Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen ein. Durch eine Registrierung der Tiere können Mensch und Katze schnell und auf einfachem Wege einander zugeordnet werden – auch in Notfällen. Zudem tragen Kastrationen dazu bei, die Population heimatloser Katzen auf Dauer zu reduzieren.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierquälerei-melden
PETA.de/Themen/Tierheim
PETA.de/Themen/ausgesetzte-Tiere
PETA.de/Ausgesetzten-Vierbeiner-gefunden-was-tun

PETA Deutschland e.V. ist mit über 1,5 Millionen Unterstützenden die größte Tierrechtsorganisation des Landes und setzt sich durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise dafür ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

PM PETA Deutschland e.V.

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