Der Radweg entlang der derzeit gesperrten Geislinger Steige (B 10) ist nach umfangreichen Arbeiten seit Ende Juli wieder für Radfahrerinnen und Radfahrer freigegeben. Doch bereits kurz nach der Freigabe mussten die Geislinger Stadtverwaltung und das Regierungspräsidium Stuttgart erste Schäden feststellen:
Fahrzeuge nutzten den Radweg unerlaubt als Abkürzung entlang der gesperrten Bundesstraße und beschädigten dabei Geländer, Pfosten, Leitplanken und Stützwände. Die Sachbeschädigungen werden zur Anzeige gebracht. Um weitere unerlaubte Durchfahrten zu verhindern, hat der Bauhof Barrieren aufgestellt.
„Es ist für mich völlig unverständlich, dass Einzelne mit ihrem rücksichtslosen Verhalten die aufwendig gesicherte Strecke beschädigen und damit zugleich die Sicherheit anderer gefährden“, sagt Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia. „Wir haben viel investiert, damit der Radweg wieder zuverlässig genutzt werden kann. Deshalb appelliere ich eindringlich an alle Autofahrerinnen und Autofahrer: Respektieren Sie die Sperrung und nutzen Sie die ausgeschilderte Umleitung, bis die Geislinger Steige im Herbst wieder freigegeben wird.“
Besonders ärgerlich sind die Schäden, weil in den vergangenen Wochen erheblicher Aufwand betrieben wurde, um den Radweg dauerhaft zu sichern. Der Boden wurde mit einem innovativen und kostenreduzierenden Spezialverfahren verstärkt. „Eine Spezial-Tiefbaufirma stabilisierte den Baugrund mithilfe eines minimalinvasiven Injektionsverfahrens“, erläutert Marco Pilenza, Leiter des Geislinger Tiefbauamts, das die Maßnahme organisierte. Dabei wurde ein spezielles Expansionsharz mehrere Meter tief in den Untergrund eingebracht. Das Material verdichtete den Boden und erhöhte dessen Tragfähigkeit.
Foto (Stadtverwaltung Geislingen an der Steige / Christiane Wehnert): Entlang des Radwegs wurde ein Expansionsharz mehrere Meter tief in den Untergrund eingebracht, um den Boden zu verfestigen.
PM Stadtverwaltung Geislingen an der Steige