Ladendiebstahl ist längst kein Bagatelldelikt mehr. Allein im deutschen Einzelhandel entstehen jedes Jahr Schäden von mehr als drei Milliarden Euro. Und die entstandenen Kosten bekommen wir alle zu spüren, u.a. sind steigende Lebensmittel-Preise die Folge.
Ein erheblicher Teil der Taten wird gewerbs- oder bandenmäßig begangen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Handelsverband Deutschland (HDE) fordern deshalb von der Politik entschlossenes Handeln, um Eigentum wirksam zu schützen und das Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken. Insbesondere braucht es mehr Personal für Polizei und Justiz, moderne Ermittlungsbefugnisse sowie eine konsequentere Strafverfolgung und Vernetzung der Sicherheitsbehörden.
Der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke verdeutlicht, was sich ändern muss: „Seit Jahrzehnten tanzen Ladendiebe Polizei und Handel auf der Nase herum. Das kann so nicht weitergehen. Während organisierte Täter immer professioneller vorgehen, bleibt die Politik die Antwort schuldig. Am Ende zahlen alle den Preis: Händler erleiden Schäden in Milliardenhöhe, die Kosten werden auf die Verbraucher umgelegt und die Polizei erlebt immer wieder, dass Verfahren eingestellt werden. Das frustriert die Beschäftigten und untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat. Die Bundesregierung muss endlich einen Kurswechsel einleiten: Ladendiebstahl darf nicht länger als Bagatelle behandelt werden. Straftaten müssen konsequent von Polizei und Justiz verfolgt und sanktioniert werden.“
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit über 210.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.
PM Gewerkschaft der Polizei (GdP)