Greenpeace zum Zusammenhang Waldbrände und Klimakrise

Während Deutschland die nächste Hitzewelle erlebt, beherrschen die Bilder der verheerenden Brände in Frankreich und Spanien die Nachrichtenlage. Die Ursachen der Katastrophe liegen in einer jahrzehntelang fehlgeleiteten Waldwirtschaft und der Klimakrise, sagt Greenpeace-Waldexperte Harald Gross:

Wir müssen bei den Ursachen der Brände über mehr als Hitze und Dürre sprechen: In Regionen wie der französischen Gironde brennt kein natürlicher Wald. Was dort in Flammen steht, sind künstliche Holzplantagen, die auf künstlich entwässerten Sümpfen und Mooren errichtet wurden. Diese Nadelholz-Monokulturen wirken auf den ausgetrockneten Böden wie ein gigantischer Brandbeschleuniger. Der regionale Wasserhaushalt ist kollabiert – die Flächen brennen sprichwörtlich wie Zunder.

Diese Situation finden wir auch in Deutschland. Die Brände in Frankreich zeigen, was Teilen des Landes bevorsteht, wenn wir nicht umsteuern. Schließlich prägt auch hierzulande die gefährliche Kombination aus entwässerten Mooren, ausgetrockneten Böden und anfälligen Monokulturen ganze Landstriche – allen voran in Brandenburg und Sachsen. Angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise braucht Deutschland jetzt zwei Dinge: eine naturnahe Waldbewirtschaftung und einen beschleunigten Ausstieg aus fossilen Energien als deutschen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz.

PM Greenpeace Deutschland e.V.

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