Federn, Flugkunst und Vogelschutz im Fokus der Wilden Wochenenden – Wilhelmaschule informiert über die Welt der Vögel

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wilde Wochenenden“ bietet der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart einen ganzen neuen Aktionstag an: Am Sonntag, 12. Juli 2026 dreht sich in der Wilhelmaschule alles um die faszinierende Welt der Vögel. Von 11 bis 17 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Mitmachprogramm, das die außergewöhnlichen Fähigkeiten der gefiederten Wirbeltiere beleuchtet.

Ob in Wäldern, Wüsten, Gebirgen oder Städten – Vögel haben nahezu jeden Lebensraum der Erde erobert. Grundlage ihres Erfolgs sind zahlreiche Anpassungen an ihre Umwelt. An verschiedenen Stationen können große und kleine Gäste diesen Besonderheiten auf den Grund gehen und selbst ausprobieren, wie unterschiedlich Vögel an ihre Lebensräume angepasst sind.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Federn – ein Merkmal, das ausschließlich Vögel besitzen. Man erfährt, wie Federn aufgebaut sind, welche unterschiedlichen Aufgaben sie erfüllen und weshalb Daunen, Schwung- und Steuerfedern ganz verschieden aussehen. An echten Federn lässt sich nachvollziehen, wie ihre feinen Strukturen nach dem sogenannten Klettverschlussprinzip ineinandergreifen. Unter der Lupe wird außerdem das Geheimnis des nahezu lautlosen Flugs der Eulen sichtbar.

Auch die erstaunliche Vielfalt der Vogelschnäbel wird anschaulich erklärt. Ihre Form verrät viel darüber, welche Nahrung eine Vogelart bevorzugt. An verschiedenen Mitmachstationen können die Gäste selbst testen, welche Herausforderungen etwa ein Rotkehlchen oder eine Gans bei der Nahrungssuche meistern müssen. Ergänzt wird das Programm durch Einblicke in unterschiedliche Fußformen, den leichten Knochenbau der Vögel als Voraussetzung für den Flug sowie die Lebensweise von Zug- und Standvögeln.

Darüber hinaus widmet sich der Thementag dem Balzverhalten, der Jungenaufzucht und der Vielfalt von Nestern und Vogeleiern. Vogelgesänge, verschiedene Nestformen und ein Quiz zum Erkennen heimischer Vogelarten laden dazu ein, die Vogelwelt genauer kennenzulernen.

Neben der faszinierenden Biologie der Vögel geht es auch um ihren Schutz. Lebensraumverlust, der Rückgang von Insekten als Nahrungsgrundlage oder Kollisionen mit Glasfassaden setzen zahlreichen Vogelarten zu. Die Wilhelmaschule zeigt, wie diese Bedrohungen zusammenhängen und mit welchen einfachen Maßnahmen jeder zum Vogelschutz im eigenen Garten oder auf dem Balkon beitragen kann.

Ein besonderer Schwerpunkt des Thementags liegt auf dem Kronenkranich, dem „Zootier des Jahres 2026“. Mit der bundesweiten Kampagne machen die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP), der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) und weitere Partner jedes Jahr auf eine besonders bedrohte Tierart aufmerksam, die bislang wenig im öffentlichen Fokus steht. Beim Kronenkranich sind vor allem die Zerstörung von Feuchtgebieten und der illegale Wildtierhandel für den Bestandsrückgang verantwortlich. Am Beispiel dieser eleganten Vogelart zeigt die Wilhelmaschule, wie moderner Artenschutz funktioniert und warum der Schutz ganzer Lebensräume für das Überleben vieler Vogelarten entscheidend ist.

Die Teilnahme am Thementag Vögel ist – wie bei allen Wilden Wochenenden – im regulären Eintritt in die Wilhelma enthalten.

Foto (© Wilhelma Stuttgart): Der Schnabel der Papageien, hier ein Hyazinthara, ist ein effektives Werkzeug zum Knacken hartschaliger Nüsse und Früchte.

 

PM Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart

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