Im Göppinger Stadtbezirk Manzen werden das Stromnetz und das Glasfasernetz in den kommenden Monaten gemeinsam ausgebaut. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen. Durch die Bündelung der Arbeiten können Synergien genutzt und die Infrastruktur zukunftssicher weiterentwickelt werden.
Das Stromnetz wird im Rahmen der Zielnetzplanung Strom 2040 modernisiert. Dabei werden rund 350 Meter Mittelspannungsleitungen erneuert, neue Kabelverteiler im Niederspannungsnetz eingebaut und etwa 100 Meter der Straßenbeleuchtung angepasst. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf rund 300.000 Euro.
Parallel dazu bauen die Stadtwerke Göppingen das Glasfasernetz im Ausbaucluster Manzen weiter aus. Geplant ist der Anschluss von rund 220 Wohneinheiten. Dafür werden etwa 2.000 Meter Tiefbautrasse hergestellt, rund 5.000 Meter Schutzrohre, sogenannte Micropipes, für die späteren Glasfaserkabel verlegt und insgesamt etwa 20.000 Meter Glasfaserkabel eingebracht. Die Kosten für den Glasfaserausbau betragen rund 680.000 Euro.
Mit dem Glasfaserausbau verfolgen die Stadtwerke Göppingen das Ziel, langfristig alle Haushalte und Gewerbebetriebe in Göppingen mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Das gesamte Stadtgebiet ist dafür in 15 Ausbauabschnitte unterteilt, die schrittweise umgesetzt werden.
Auch die Modernisierung des Stromnetzes ist ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung der Zukunft. Durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen, den zunehmenden Einsatz von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen steigen die Anforderungen an das Stromnetz kontinuierlich. Die Baumaßnahmen schaffen die Voraussetzungen, um diesen Entwicklungen gerecht zu werden und die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Im Zuge der Planungen wird außerdem geprüft, ob geeignete Standorte für Ladehubs für Elektrofahrzeuge geschaffen werden können.
Der Betrieb des aktiven Glasfasernetzes erfolgt durch die Firma imos, während die EVF im Auftrag der Stadtwerke das passive Netz betreut und die Vermarktung der Glasfaseranschlüsse übernimm. Das Netz wird als sogenanntes Open-Access-Netz betrieben, sodass künftig auch andere Telekommunikationsanbieter ihre Dienste darüber anbieten können.
PM Stadtverwaltung Göppingen