Im Tarifkonflikt mit den baden-württembergischen Spielbanken gibt es ein Tarifergebnis. ver.di konnte nach dem ersten Warnstreik (30. Mai) in der Geschichte der hundertprozentigen Landestochter in kurzfristig anberaumten Verhandlungen erreichen, dass die Gehälter um 230 Euro monatlich rückwirkend zum 1. Januar 2026 für alle Beschäftigten angehoben werden. Das entspricht in den unteren Entgeltgruppen bis zu 8,5 Prozent. Für die anstehenden Verhandlungen zu den Mantelregelungen wurde eine Friedenspflicht bis 1. Januar 2027 vereinbart. Sollte bis dahin kein Ergebnis erreicht werden, könnte ver.di wieder zu Warnstreiks aufrufen.
Frank Hawel, ver.di Verhandlungsführer: „Das Ergebnis ist ein großer Erfolg und war nur möglich durch den ersten Warnstreik in der Geschichte der Landestochter. Die breite Streikbeteiligung aus allen Beschäftigtengruppen hat den Arbeitgeber letztlich zum Einlenken bewegt. Von dem Tarifergebnis profitieren vor allem die unteren Entgeltguppen, die von den wieder steigenden Preisen besonders betroffen sind.“
Der Arbeitgeber hatte ohne vorherige Gespräche bereits im September 2025 alle Tarifverträge gekündigt, darunter auch die betriebliche Gesundheitsförderung und sogar den Altersvorsorgetarifvertrag.
In den drei Spielbanken arbeiten über 500 Beschäftigte.
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg