Aus 16:28 mach 33:31. Eine Formel, die es normalerweise nicht gibt, die aber klar aufzeigt, was für eine Leistung die Grün-Weißen in den letzten zehn Partien abgeliefert haben. Nach dem schwachen Start mit 1:5 Zählern in das Jahr 2026 starteten die Göppinger die beeindruckende und nie für möglich gehaltene Serie.
Der deutsche Rekordmeister THW Kiel ist in dieser Spielzeit mit teilweise desaströsen Ergebnissen mehr der Meister im Jammern als alles andere. Trainer Jicha und Sportlerchef Szilagyi machen große Verletzungsprobleme für das sportliche Desaster ohne Titel verantwortlich. Warum spreche ich das an? Die Antwort ist einfach, denn in der vergangenen Woche spielte Frisch Auf in Hamburg und musste dabei mit Schiller, Pregler, Schmid und Gislason auf vier Stammgäste verzichten. Jammern, nein sondern aus der Not eine Tugend machen, sprich auf die Jugend setzen. Matschke hatte mit Hofele, Brodbeck und Herberger drei Youngster im Kader, wobei Letzterer in der Schlussphase dreimal einsetzte und verdientermaßen nach dem Match und dem 34:28 Erfolg gefeiert wurde. So etwas wäre vor Jahren bei den Grün-Weißen undenkbar gewesen, aber das Umdenken unter Matschke zeigt Früchte. Da passt es super ins Bild, dass mit Elias Newel der Shootingstar der Göppinger von der HBL zum Rookie der Saison, sprich zum besten Nachwuchsspieler gewählt wurde. Nun ich denke, bei dieser Ehrung wird es im letzten Heimspiel der Saison nicht bleiben, denn wer außer ihm soll denn Spieler des Jahres bei den Grün-Weißen werden. Ich bin beileibe kein Prophet und es hätten in früheren Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach andere den Titel gewonnen, aber in dieser Spielzeit kann der Gewinner nur Elias Newel heißen. Und eines ist sicher am Mittwochabend, denn die wohl mit Sicherheit ausverkaufte EWS Arena bildet einen würdigen Rahmen für diese Ehrungen, aber auch für die komplette Mannschaft, welche eine sensationelle Saison hingelegt hat, die ihr im Vorfeld nie und nimmer zugetraut wurde. Vielleicht setzten die Grün-Weißen noch das Sahnehäubchen obendrauf und bezwingen im Schwabenderby den TVB Stuttgart. Allerdings wird dieses Vorhaben nicht so easy werden, denn die „Biddafelder“ spielen eine sehr gute Rückrunde, sodass sich der Handballfan auf ein spannendes Match freuen kann.