Mit dem Neubau einer Notarzt- und einer Rettungswache durch das DRK in Göppingen und dem Ausbau einer Interimswache in Schnittlingen wird die Versorgung der Menschen im Landkreis im Notfall weiter verbessert.
Bereits im September soll die Notarztwache Göppingen-Öde eingeweiht werden. Dann werden dort ein Notarzt und ein Notfallsanitäter täglich von acht bis 20 Uhr zu Notfällen insbesondere im Göppinger Westen und im unteren Filstal ausrücken. Weitgehend gesichert ist jetzt auch die Finanzierung des gut 1,4 Millionen Euro teuren Projekts des DRK-Kreisverbandes Göppingen. Der hatte sich eigentlich darauf eingestellt, die Kosten über einen längeren Zeitraum hinweg zwischenfinanzieren zu müssen, weil er zunächst nicht in das Förderprogramm des Landes aufgenommen worden war. Dank des Sondervermögens des Bundes kam jetzt aber überraschend im Januar die Nachricht, dass das Rote Kreuz im Landkreis und damit ja auch seine Bewohner*innen in einer Nachförderung berücksichtigt werden. „Das Land erhält 200 Millionen Euro für den Bevölkerungsschutz und fördert daraus mit 80 Millionen Euro den Ausbau von Rettungswachen“, freut sich Andreas Bachmann, der Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Landkreis. Zwar komme das Land seinen Verpflichtungen nicht zu hundert Prozent nach. Eigentlich müsste es nämlich 90 Prozent der Baukosten fördern. „Der Baukostenindex hängt aber hinterher“, weiß Andreas Bachmann. Tatsächlich werden deshalb nur knapp 80 Prozent der Investition gefördert. Der Rotkreuzler betont aber: „Wir akzeptieren es erst einmal und sind froh, unseren Mitarbeitenden moderne Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können.“
Auch der Ausbau der Interimsrettungswache Göppingen-Bartenbach kann noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Auch hier sind es über 1,4 Millionen Euro, die das Rote Kreuz in eine neue Rettungswache und damit in die Notfallversorgung der Menschen gerade des Schurwaldes investiert. Der Spatenstich soll im Spätherbst stattfinden. Die Wache, die in einer Containerlösung bereits seit 2019 betrieben wird und sich bewährt hat, wird rund um die Uhr mit einem Rettungswagen, besetzt mit einem Notfall- und einem Rettungssanitäter, ausgestattet sein.
In Schnittlingen wird zunächst eine Containerlösung realisiert. Dorthin wird ein Rettungswagen von der DRK-Rettungswache Geislingen verlegt werden – wie auch ein Notfall- und ein Rettungssanitäter. Sie werden täglich von sieben bis 19 Uhr im Einsatz sein. Eingeweiht werden soll die Rettungswache im November. „So sind wir näher am Geschehen.“
Eine weitere neue Rettungswache wird in Mühlhausen im Täle entstehen. Sie wird vom Malteser Hilfsdienst betrieben werden.
PM DRK Kreisverband Göppingen