ver.di ruft morgen, Freitag, den 15. Mai, in mehreren Regionen Baden-Württembergs zu ganztägigen Warnstreiks im Einzel- und Versandhandel auf. Hintergrund ist der aktuelle Stand der laufenden Tarifrunde über die Erhöhung der Entgelte für die rund 500.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel Baden-Württemberg. In der ersten Verhandlungsrunde am 24. April haben die Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt.
Aufgerufen sind Beschäftigte aus dem Bereich Stuttgart und Umgebung, Heilbronn sowie Schwäbisch Hall (jeweils mit Umgebung) und aus dem Bereich Neckar-Fils (u. a. Reutlingen, Tübingen, Göppingen und Esslingen). Betroffen sind u. a. die Unternehmen Kaufland, H&M, IKEA, OBI, Primark und Zara.
Die Warnstreiks sind eine Reaktion auf das Verhalten der Arbeitgeber in der bisher einzigen Verhandlung am 24. April, in der sie es abgelehnt haben, ein erstes Angebot vorzulegen. Gemeinsam mit den anderen ver.di-Landesbezirken, in denen parallel verhandelt und gestreikt wird, nimmt die Tarifrunde in Baden-Württemberg damit Fahrt auf.
Wolfgang Krüger, ver.di-Verhandlungsführer: „Die Kolleginnen und Kollegen halten tagtäglich die Läden am Laufen – bei hoher Arbeitsdichte, zunehmendem Personalmangel und steigenden Preisen. Sie erwarten eine baldige Entgelterhöhung. Jede weitere Verzögerung durch die Arbeitgeber verstärkt den wachsenden Unmut in den Betrieben.“
ver.di fordert:
– Erhöhung der Löhne und Gehälter um 300 Euro
– Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro
– Laufzeit von 12 Monaten
In Stuttgart findet morgen eine Demonstration mit anschließender Kundgebung der Streikenden des ver.di-Bezirks Stuttgart statt. Der Demonstrationszug startet um 10:45 Uhr vor dem DGB-Haus. Die Kundgebung am Schlossplatz beginnt um 11:15 Uhr.
Auch in den kommenden Tagen und Wochen ist mit weiteren Warnstreiks in Baden-Württemberg zu rechnen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 8. Juni 2026 angesetzt.
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg