An jedem Tag im Leben werden die Menschen mit diesen beiden Begriffen konfrontiert, im privaten, beruflichen wie auch bezogen auf Frisch Auf im sportlichen Bereich. Sinnbildlich waren es die zwei letzten Partien der Grün-Weißen in Gummersbach und zuletzt in der heimischen Arena gegen die HSG Wetzlar. Realistisch gesehen hätten die Göppinger den Sieg in Gummersbach mit einer Zweitoreführung im Rücken 30 Sekunden vor Schluss perfekt machen müssen, während eine Woche später die HSG Wetzlar in den letzten zwei Minuten der Partie großzügig Geschenke an Frisch Auf verteilte und den fast schon sicher geglaubten Sieg aus der Hand gab.
Ben Matschke schwört seine Jungs 20 Sekunden vor Ende der Partie und einer 30:29 Führung ein, nicht noch einmal wie in Gummersbach geschehen, denn Ball quasi herzuschenken. Seine sehr emotionale Ansprache hatte Erfolg, Oscar Neudeck nahm sich ein Herz, tankte sich durch die Gästeabwehr und erzielte den viel umjubelten Siegtreffer für die Göppinger. Ein doppelter Punktgewinn wie schon erwähnt aufgrund von Wetzlars Gnaden, die in den letzten beiden Minuten eine glasklare freie Einwurfmöglichkeit ausließen, ins Zeitspiel mi einem unkontrollierten Abschluss gedrängt wurden und last but not least die Gäste sich ein Stürmerfoul leisteten. Sie hatten das Menu, sprich den Sieg auf dem Silbertablett und vergaßen ganz einfach den Sack zuzumachen. Rang neun mit 31:31 Punkten nach 31 Spieltagen, wer darauf mit einem entsprechenden Betrag gewettet hätte, wäre heute mit Sicherheit ein schwerreicher Mann. Die Neuausrichtung mit Matsche als Teammanager hat sich absolut bezahlt gemacht, er formte im Lauf der Spielzeit ein wahnsinnig homogenes Team, wobei die Entwicklung noch lange nicht zu Ende ist. Frisch Auf hat mit Hanne, Pregler und Benecke in der neuen Saison noch zusätzlich absolute Rohdiamanten im Kader und wenn diese dann ebenso performen wie manch andere aktuell, dann muss man sich schon fragen, wohin geht der Weg der Schwaben? Bestes Beispiel der Superperformance ist Ludvig Jurmala. Der Schwede erzielte gegen Wetzlar im kongenialen Zusammenspiel mit Regisseur Newel sage und schreibe neun Tore, ein Wert, welchen die Kreisspieler noch vor wenigen Wochen maximal in drei Spielen erreichten. Es tut sich also einiges in dieser Mannschaft, die einfach erfrischend auftritt und was enorm wichtig ist, die Emotionalität, welche sie auf die Fans ausstrahlt, denn diese stehen momentan wieder wie in früheren Zeiten wie eine Wand hinter ihren Lieblingen. Dabei stand einer klar im Fokus an diesem Abend, Frisch Auf Ikone Marcel Schiller, der in dieser Beregnung sein 2500 Bundesligator erzielte. Zudem liegt das Urgestein mit 1226 Siebenmetertoren auf Platz 2 der ewigen HBL-Tabelle. Herzlichen Glückwunsch Marcel Schiller.