Steigende Heizkosten in Stuttgart: Veraltete Fenster vermiesen die Energiebilanz

Der Winter naht, die Heizkostenrechnung kommt. Jahr für Jahr staunen viele Hauseigentümer in Stuttgart und dessen Umland auch im Filstal über die Höhe ihrer Energiekosten und können die Gründe nicht benennen. Dabei liegt ein erheblicher Teil der Probleme oft direkt vor den Augen: in den alten Fenstern. Der Bundesverband Flachglas beziffert den Verlust an Heizwärme über schlecht gedämmte Gebäude mit bis zu 30 Prozent, die durch Glasflächen und undichte Rahmen verloren gehen. Vor allem im großen Stuttgarter Raum mit hohem Altbaubestand ist das ein strukturelles Problem.

Daran ist Stuttgart besonders betroffen

Die Region Stuttgart ist ja nicht irgendeine Großstadt. Besonders die Hanglagen in Stadtteilen wie Degerloch, Gaisburg oder Botnang bringen ihre besonderen baukonstruktiven Gegebenheiten mit sich: Wärmeverluste durch Windeinfluss, wechselnde Feuchtigkeitssituation und Gebäude, die oft noch aus der Nachkriegszeit stammen. Auch der Zensus 2022 zeigt, dass ein großer Teil des Stuttgarter Wohngebäudebestandes vor 1979 errichtet wurde, also vor der ersten Wärmeschutzverordnung. Einfachverglaste oder alte Doppelkastenfenster mit U-Werten von 3,0 W/(m²K) oder schlimmer sind in diesen Baujahren keine Ausnahme, sondern Regel.

Moderne Dreifachverglasung erreicht U-Werte von 0,5 bis 0,7 W/(m²K). Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt beim Austausch von Fenstern einen maximalen U-Wert von 1,3 W/(m²K) für das Gesamtfenster vor. Wer diesen Wert mit seinen aktuellen Fenstern nicht erreicht, verliert dauerhaft Energie und seit 2024 auch zunehmend rechtliche Spielräume beim Gebäudeverkauf oder bei Modernisierungsmaßnahmen.

Was ein guter Fensterbauer in Stuttgart leistet

Die Wahl des richtigen Fensterbauer Stuttgart entscheidet nicht nur über die Materialqualität, sondern vor allem über die Ausführungsqualitäten bei der Montage. Ein Fenster, daß im Labor einen U-Wert von 0,6 hat verliert diesen Wert völlig, wenn es falsch eingebaut wird. Undichte Fugen, keine Dampfbremse, Laibungen nicht genug gedämmt — das sind nicht die Fehler schlechter Produkte, sondern Montagefehler.
Den branchenweit gültigen Standard für fachgerechte Fenstermontage gibt es in der RAL-Gütegemeinschaft Fenster, Türen und Abschlüsse (RAL GZ 695). Dort sind verbindliche Einbau­richtlinien von der Abdichtungsebene bis zur Befestigungstechnik festgelegt. Ein Fensterbauer, der nach diesen Richtlinien arbeitet, sichert dem Auftraggeber nicht nur eine gute Energiebilanz, sondern auch seinen Gewährleistungsanspruch.

Lokale Fensterbauer kennen außerdem die Stuttgarter Bauweisen. Ein Gründerzeitbau in Bad Cannstatt ist ganz anders bauphysikalisch zu beurteilen als das Einfamilienhaus von 1970 in Vaihingen. Wer die verschiedenen Bauweisen, Mauerwerksqualitäten und auch die Denkmalschutzauflagen kennt, macht keine teuren Fehler.

Förderung nutzen: KfW und BAFA machen Fenstererneuerung billiger

Wer in Stuttgart Fenster erneuert, muss das nicht ohne Hilfe tun. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) des BAFA kann jede Einzelmaßnahme wie der Fensterwechsel mit einem Zuschuss von bis zu 15 Prozent gefördert werden, bei einem „Worst Performing Building“ sogar mit bis zu 20 Prozent. Voraussetzung hierbei ist unter anderem, dass der neue UW-Wert maximal 0,95 W/(m²K) beträgt, was dem energetischen Effizienzniveau eines modernen Fensters entspricht.

Wer die Sanierung im Rahmen eines geförderten Gesamtkonzepts plant, kann über die KfW-Bundesförderung (KfW 261) viel höhere Förderquoten erzielen. Ein erfahrener Fensterbauer in Stuttgart kümmert sich dabei um alles: Aufmaß, Materialwahl, Antragstellung und Montage aus einer Hand. Das erspart den Eigentümern viele Koordinationsaufgaben.

Wer Fenster erneuert, investiert nicht nur in hohen Wohnkomfort und niedrige Heizkosten, er sichert auch den Gebäudewert, erfüllt gesetzliche Anforderungen und bekommt einen Teil der Investitionskosten durch Fördermittel wieder zurück. Vorausgesetzt, die Montage stimmt.

PM

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