Die Sanierung der B 10 zwischen Geislingen und Amstetten schreitet voran. Die Vorarbeiten zur Sicherung der unmittelbar an den Radweg angrenzenden Stützmauer wurden beendet. Der Radweg zwischen der Schimmelmühle und der Einmündung der K 1440 in Richtung Wittingen wird ab sofort für einen Zeitraum von etwa fünf Wochen wieder freigegeben.
Das Regierungspräsidium Stuttgart saniert seit dem 7. April 2026 den 2. Bauabschnitt der Geislinger Steige. Die Vorarbeiten zur Sicherung der Stützmauer des unterhalb der Fahrbahn verlaufenden Radweges sind abgeschlossen.
Die marode Natursteinmauer wurde mit knapp 150 Ankern auf der Bergseite 4,60 Meter tief in den Felsen verankert. Zum Schutz gegen oberflächliche Ausbrüche und herabfallende Steine wurde auf der Vorderseite der Mauer eine erste Spritzbetonschicht aufgetragen.
Oberhalb des Radwegs wird aktuell die Stützkonstruktion zur Sicherung der neuen Fahrbahn hergestellt. Hier wird ein Randbalken betoniert, der auf Mikropfähle gesetzt wird. Während dieser Arbeiten kann der Radweg vorübergehend freigegeben werden. Zum Schutz der Nutzerinnen und Nutzer wurde im betroffenen Abschnitt ein provisorischer Tunnel aus Gerüstbauteilen aufgebaut. Dieser dient als Schutzmaßnahme vor möglichen herabfallenden Teilen während der weiterhin laufenden Arbeiten. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Radfahrerinnen und Radfahrer den zirka 150 Meter langen Schutztunnel nur schiebend passieren.
Wenn die Stützkonstruktion zur Sicherung der über dem Radweg liegenden Fahrbahn hergestellt ist, muss der Radweg erneut gesperrt werden, da die abschließenden Arbeiten zur fachgerechten Sicherung der Natursteinwand nur vom Radweg aus durchgeführt werden können.
Zur langfristigen Sicherung der Stabilität der Natursteinmauer wird eine zweite Bewehrungslage mit einer zweiten Spritzbetonschicht notwendig. Gleichzeitig wird die Verbindung zur oben liegenden Stützkonstruktion hergestellt. Um Wasserdruck hinter der Spritzbetonschale zu vermeiden, werden knapp 100 Entwässerungsröhrchen in die Schale eingebohrt. Abschließend wird unter der Wand eine Sickerung im Bankett des Radweges eingebaut, sodass das anfallende Sickerwasser schadlos abgeführt wird.
Der Bund investiert mit der Maßnahme rund 8,7 Millionen Euro in den Erhalt der Infrastruktur.
Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit.
Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg unter www.verkehrsinfo-bw.de abrufen. VerkehrsInfo BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung) – Infos unter: www.verkehrsinfo-bw.de/verkehrsinfo_app.
PM Regierungspräsidium Stuttgart