Das politische Wort zum 1. Mai über 80 Jahre Tokioter Prozesse und heutige Probleme

Am 29. April 1946 begannen die Tokioter Prozesse (leider ist es schwer, seriöse Videos auf deutsch zu finden):
Das asiatische Pendant zu den Nürnberger Prozessen, das Kriegsverbrechen in Ostasien aufarbeiten sollte. Leider gab es solche Prozesse nicht in Budapest, Rom und Bukarest. Auch ist in Japan zu kritisieren, dass Kaiser Hirohito nicht auf die Anklagebank kam, da er ebenfalls mitverantwortlich für fürchterliche Kriegsverbrechen war. Leider besteht bis heute der Eindruck, dass sich Japan seiner Verantwortung nicht in dem Maße gestellt hat, wie es Deutschland tat – dazu trugen wohl auch die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki bei, die Japan schwer trafen. Trotzdem waren die Prozesse wichtig für die Aufarbeitung, aber auch für die geschundenen Nationen, die unter japanischer Knechtschaft standen. Schade, dass dieses Thema weitestgehend in Vergessenheit geriet, zumindest in Europa.
In letzter Zeit wurde ich mit (Online-) Petitionen bombardiert. Bereits seit Jahren nehmen Petitionen zu, aber in letzter Zeit konnte ich mich vor Anfragen kaum retten. Viele sind zu ähnlichen oder zu gleichen Themen, andere zu untergeordneten Themen. Ich unterschreibe mittlerweile keine mehr, weil mir einfach die Zeit fehlt, was aber fatal sein kann. Darum sollte man (Online-) Petitionen gezielter steuern. Dies fängt damit an, dass es zum selben Thema nicht viele, sondern nur eine Petition geben sollte. So müsste man sich nur einmal mit der Materie befassen und diese eine Petition hat einen extrem hohen Zulauf. Und da es momentan extrem viele Themen gibt, sollte man mit untergeordneten Anliegen warten, bis es wieder ruhiger wird. Bagatellen sollten gar nicht erst zur Petition kommt. Mein Favorit war vor einigen Jahren eine, die Stimmen sammelte, dass Markus Lanz als Moderator von „Wetten Dass“ abgesetzt werden soll. Das ist nun wirklich nicht wichtig.
Dann habe ich – passend zum 1. Mai – neulich diese Reportage über Ausbeutung von Osteuropäern gesehen:
Und wieder einmal sieht man, wie Diskurse teilweise an der Realität vorbeigehen. Zuerst einmal sollte man auf europäischer Ebene ansetzen, indem man Regeln ändert, die EU-Bürgern erlauben, Minijobs anzunehmen und aufstockende Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen. Damit könnte man den meisten Missbrauch schon verhindern. Dann sind die meisten Übeltäter aber unseriöse Arbeitgeber, die Menschen in Not ausnutzen – und davon wird öffentlich kaum geredet. Aber wie so oft wird von den vielen achso bösen Migranten geredet, die in unser Sozialsystem einwandern. Das sind die wenigsten, die meisten arbeiten ehrlich und werden hier gebraucht (siehe Statistik ganz zum Schluss).
Gerade heute, am 1. Mai, müssen wir seriös bleiben, zusammenhalten und für gerechte Löhne für gute Arbeit kämpfen. Das Problem sind nicht die, die angeblich nicht arbeiten wollen – das sind die wenigsten – oder die, die nicht arbeiten – die meisten machen das nicht freiwillig. Das Problem sind Ausbeuter, ausartende Bürokratie, die schlechten Bedingungen und dass einem ständig Steine in den Weg gelegt werden. Und dagegen müssen wir vorgehen!
Marcel Kunz

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