Ob mit Hilfe von Photovoltaik, Solarthermie, Biomasse oder der Nutzung von industrieller Abwärme: um die Klimaziele zu erreichen, muss auf kommunaler Ebene der CO²-Ausstoß deutlich reduziert werden. Nicht nur die städtischen Gebäude stehen im Fokus. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung beschäftigt sich der Gemeinderat auch mit möglichen Wärmenetzen.
Bei einem Besuch der Firma Ritter Energie in Dettenhausen informierten sich Gemeinderat und Verwaltung über die Vorteile und Grenzen von Solarthermieanlagen und besichtigten die Solarthermie-Dachanlage und Produktionshallen. Volker Breusch, als Obermeister der Innung Göppingen im Bereich Sanität- Heizung -Klempnerei und Fachmann für Solarthermie, erläuterte gemeinsam mit Dr. Ekrem Köse, Bereichsleiter bei Ritter XL Solar, ausführlich die Möglichkeiten von Solarthermie. „Die Effizienz von Solarthermie ist unschlagbar“ stellen beide Fachmänner während der Besichtigung des von Ritter XL Solar konzipierten und gebauten Solarthermie-Parks Au in Tübingen fest. Bei guter Witterung versorgt sie ein großes Stadtgebiet Tübingens mit 6.000 MWh/Jahr Wärmeerzeugung durch eine 12.000 m² große Kollektorfläche an der Kreuzung der Bundesstraßen B27 und B28. Sonnenlicht wird direkt in Wärme umgewandelt und der Weg über die Wärmepumpe entfällt. PV-Anlagen können wiederum durch ihre größere Flexibilität punkten. Beide Lösungen haben eines gemeinsam: Fehlt die Sonne, fehlt auch die Leistung. Eine Ergänzung durch andere Technologien ist nötig. Auch wenn die Solarthermie nicht der Königsweg ist, in einem ausgewogenen Energiemix wird sie sicher eine Rolle spielen. Alle Exkursionsteilnehmenden waren sich einig, die gewonnen Erkenntnisse sind wertvoll und werden eine Rolle bei anstehenden Entscheidungen spielen.
Foto (Bildquelle: Stadt Eislingen): Gemeinderat und Verwaltung besichtigten die Solarthermieanlagen auf dem Produktionsgebäude der Firma Ritter Energie in Dettenhausen.
PM Stadtverwaltung Eislingen