Das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten tritt zum 1. Mai 2026 vorläufig in Kraft. Es eröffnet Südwest-Unternehmen neue Perspektiven in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld. Vor dem Hintergrund rückläufiger Handelsvolumina mit den USA und China gewinnt die Erschließung neuer Absatzmärkte aus Sicht des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) weiter an Bedeutung. „Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und sich verschiebender Handelsströme ist es wichtig, die internationalen Wirtschaftsbeziehungen breiter aufzustellen“, sagt BWIHK-Vizepräsident Claus Paal. „Die Mercosur-Staaten bieten unseren Unternehmen attraktive Chancen für Export, Investitionen und Kooperationen.“
Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay verfügen über wachsende Märkte mit einer hohen Nachfrage nach industriellen Produkten, Technologien und Dienstleistungen. Das Abkommen erleichtert den Marktzugang, reduziert Zölle und schafft verlässlichere Rahmenbedingungen für den Handel. „Ich rufe unsere Mitgliedsunternehmen ausdrücklich dazu auf, diese neuen Märkte gezielt zu prüfen und das Mercosur-Abkommen als strategische Chance zu nutzen“, so Paal weiter. „Die IHK-Organisation unterstützt Unternehmen dabei mit umfassenden Beratungsangeboten, Informationen und Veranstaltungen.“
Trotz globaler Herausforderungen zeigt sich der Außenhandel insgesamt stabil. Am leichten Plus von 0,6 Prozent wird deutlich, dass viele Unternehmen ihre internationale Aufstellung bereits erfolgreich diversifizieren konnten. Dieses Wachstum ist unter anderem auf neue Lieferländer, Branchen und Kunden zurückzuführen. „Das Mercosur-Abkommen kann diesen positiven Trend weiter stärken“, betont Claus Paal. „Es hilft Unternehmen, ihre internationale Präsenz resilienter zu gestalten und Abhängigkeiten von einzelnen Märkten zu reduzieren.“
Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) ist eine Vereinigung der zwölf baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHKs). In Baden-Württemberg vertreten die zwölf IHKs die Interessen von mehr als 650.000 Mitgliedsunternehmen. Zweck des BWIHK ist es, in allen die baden-württembergische Wirtschaft und die Mitgliedskammern insgesamt betreffenden Belangen gemeinsame Auffassungen zu erzielen und diese gegenüber der Landes-, Bundes- und Europapolitik sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und anderen Institutionen zu vertreten.
PM Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag