Klare Worte beim CDU-Jahresempfang in Eislingen: Saskia Ludwig fordert mehr Freiheit und Dialogbereitschaft

Mit der Einladung der Bundestagsabgeordneten Dr. Saskia Ludwig setzte die CDU Eislingen bei ihrem Jahresempfang auf ein klares politisches Profil. Die frühere Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Brandenburger lieferte: Mit deutlichen Worten und einem leidenschaftlichen Plädoyer für mehr Freiheit positionierte sie sich gegen politische Gegner sowie staatliche Bevormundung und bezog auch deutlich Position gegenüber Strömungen in der eigenen Partei.

Im Mittelpunkt ihrer Rede, in der angesichts des 80-Jahr-Jubiläums mit einer historischen CDU-Flagge geschmückten Stadthalle, stand die Kritik an wachsender staatlicher Regulierung. Ludwig warnte eindringlich, leidenschaftlich und – vor dem Hintergrund der eigenen Vita – glaubwürdig vor einer Entwicklung hin zu mehr Bevormundung: Einzelne aktuelle Vorhaben erinnerten sie an Mechanismen aus „DDR“-Zeiten – etwa ein möglicher Gesinnungscheck bei Immobilienverkäufen oder staatliche Maßnahmen gegen regierungskritische Äußerungen. Mit Blick auf die Wirtschaft forderte die stellvertretende MIT-Landesvorsitzende eine Rückbesinnung auf Eigenverantwortung und unternehmerische Freiheit als Grundlage für Wohlstand.

Ihre Kritik richtete sich dabei nicht nur gegen SPD und Grüne und deren Verständnis von Freiheit in vielerlei Hinsicht. Auch gegenüber manchen CDU-Positionen bezog die nach wie vor beliebte Gesprächspartnerin deutscher und internationaler  Rundfunk- und TV-Anstalten sowie der Presse klar Stellung und appellierte für mehr Offenheit und Dialogbereitschaft in der CDU. Insbesondere die sogenannte „Brandmauer“ zur AfD bezeichnete sie als politisch kontraproduktiv – sie stärke letztlich vor allem die AfD und werde von der SPD aus strategischem Kalkül vorangetrieben. Zugleich warb sie für mehr innerparteiliche Offenheit und Debattenkultur. Man müsse im Gespräch bleiben und sich nicht gegenseitig zum Aus- oder Rücktritt auffordern, wie beispielsweise kürzlich gegenüber Wirtschaftsministerin Reiche aus Reihen der CDA geschehen.

Den Rahmen setzte Ludwig mit einem leidenschaftlichen Bekenntnis zur CDU. Die Mitgliedschaft in einer Partei gleiche einer Ehe: Sie müsse auch dann tragen, wenn es schwierig werde. Eine Botschaft, die sowohl Loyalität als auch Reformbereitschaft einfordert.

Dass ihr Auftritt mehr war als ein routinierter Pflichttermin, zeigte sich auch abseits der Rede. Persönliche Gesten verliehen dem Besuch eine ganz besondere Note: Für den scheidenden Oberbürgermeister Klaus Heininger brachte sie ein individuell gewidmetes Buch mit, das sie im Beisein seines Vorgängers Günther Frank an Heininger überreichte. CDU-Stadtverbandschef Axel Raisch erhielt Produkte aus ihrer eigenen Imkerei – Honig und Johannisbeerlikör.

Raisch selbst hatte die Veranstaltung mit einem Schiller-Zitat vom gleichnamigen Denkmal im Südwesten Eislingens eröffnet: „Lebe mit Deinem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschöpf. Leiste Deinen Zeitgenossen, aber was sie bedürfen, nicht was sie loben.“ Zum Abschluss überreichte er Ludwig eine symbolträchtige Miniatur der „Wegweiserin“ – des Kunstwerks aus dem Eislinger Kreisverkehr an der Hindenburgstraße. Verbunden war dies mit der Hoffnung, Die CDU möge selbst wieder stärker Orientierung geben, mehr Selbstbewußtsein an den Tag legen, und – die von Dr. Ludwig eingeforderten Erneuerungs- und Selbstheilungskräfte entfalten.

Foto: Mario de Rosa

PM CDU Eislingen

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