Die erste Verhandlungsrunde über die Tarifentgelte für die rund 190.000 Beschäftigten im baden‑württembergischen Groß‑ und Außenhandel ist ohne Annäherung geblieben.
Die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach einer Tariferhöhung um 7 Prozent, mindestens 250 Euro, wiesen die Arbeitgeber als „nicht finanzierbar“ zurück. Ein eigenes Angebot leg-ten sie nicht vor. Die Verhandlungen werden am 21. Mai fortgesetzt.
ver.di begründete ihre Forderung u. a. mit den anhaltenden Preissteigerungen infolge der geopolitischen Weltlage und den daraus resultierenden Reallohnverlusten. Zudem sehen sich viele Beschäftigte mit der Gefahr von Altersarmut konfrontiert.
Die Weigerung der Arbeitgeber, ein Angebot vorzulegen, bewertet ver.di als Indiz dafür, dass die prekären Lebensverhältnisse vieler Beschäftigter nicht ausreichend wahrgenommen werden. „Die Kolleginnen und Kollegen im Groß‑ und Außenhandel benötigen jetzt dringend tabellenwirksame Lohnerhöhungen. Jeder Verhandlungstermin ohne Annäherung verschärft die finanzielle Situation der Beschäftigten“, erklärte Wolfgang Krüger, ver.di‑Verhandlungsführer.
ver.di hat die Entgelttarifverträge zum 30. April 2026 gekündigt und fordert:
– Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 Prozent, mindestens 250 €
– ein rentenfestes Mindesteinkommen von 14,90 €/Stunde
– Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 €
– Laufzeit von 12 Monaten
Die Tarifverhandlungen werden am 21. Mai fortgesetzt. Der Verhandlungsort steht noch nicht fest.
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg