Anlässlich der Europäischen Impfwoche vom 19. April bis 25. April ruft das Gesundheitsamt Göppingen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihren Impfstatus zu überprüfen und bestehende Impflücken zu schließen.
Jedes Jahr wird die Europäische Impfwoche von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiiert, um auf die Bedeutung von Impfmaßnahmen für die Prävention von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben aufmerksam zu machen. In diesem Jahr steht die Notwendigkeit einer hohen und gleichmäßigen Durchimpfungsrate in jeder Generation im Mittelpunkt – ein entscheidender Faktor, um Krankheitsausbrüche auch langfristig zu verhindern und bestenfalls Krankheiten ganz auszurotten.
Impfungen gehören zu den wirksamsten und kostengünstigsten Maßnahmen der Präventivmedizin und haben Krankheiten wie Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Masern oder Keuchhusten, seit neuerem auch schwere Säuglings- und Kleinkind-RSV-Infektionen dramatisch reduzieren können.
Bei den meisten Impfungen sind mehr als eine Impfdosis und im Verlauf Auffrischimpfungen erforderlich, um eine nachhaltige Immunität aufzubauen und sicherzustellen. Oftmals kann auf Mehrstoffimpfungen zurückgegriffen werden. Manche Impfungen werden nur für bestimmte Altersgruppen empfohlen wie die Impfung gegen Gürtelrose oder gegen Pneumokokken ab 60 Jahren.
Trotz umfassender Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sinken die Impfquoten für manche Infektionskrankheiten oder es bestehen weiterhin erhebliche Impflücken.
Nach Berechnungen des Robert Koch-Institutes sind nur knapp über 50 Prozent der jugendlichen Mädchen und noch weniger bei den gleichaltrigen Jungen in Baden-Württemberg vollständig gegen HPV geimpft, obwohl diese Impfung u.a. vor Gebärmutterhalskrebs, Peniskrebs und anderen HPV-assoziierten Tumoren wirksam schützt.
Auch im Hinblick auf die durch Zecken übertragbare Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die schwerwiegende Komplikationen wie die Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute verursachen kann, besteht Handlungsbedarf. Weniger als 20 Prozent der Bevölkerung in Baden-Württemberg sind vollständig geimpft.
Im Rahmen der Europäischen Impfwoche hat der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Gesundheitsamtes einen Instagram-Beitrag mit allgemeinen Informationen zu Impfungen und Impfausweis auf die Instagram-Seite des Landratsamtes eingestellt.
Kinder-/Haus- und Fachärzte können zu Impffragen und individuellen Impfempfehlungen informieren.
Online-Impfcheck erleichtert Überprüfung
Eine gute Übersicht zu Informationen rund um das Thema Impfen bietet die Webseite https://www.impfen-info.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Dort findet sich auch ein digitaler Impfcheck.
Für Kinder und Jugendliche gibt es außerdem die Plattform https://www.mach-den-impfcheck.de/.
Die aktuellen Impfempfehlungen der STIKO sind übersichtlich im Impfkalender https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Impfkalender/impfkalender-node.html, auch in mehreren Sprachen, dargestellt.
Das Gesundheitsamt Göppingen appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger die Europäische Impfwoche als Anlass zu nutzen, die eigenen Impfunterlagen zu prüfen und sich gegebenenfalls ärztlich beraten zu lassen. Ein aktueller Impfschutz schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der Gemeinschaft!
PM Landratsamt Göppingen Gesundheitsamt Göppingen