ver.di ruft am kommenden Montag und Dienstag (13. und 14. April) zu einem zweitägigen Warnstreik bei der SWU mobil in Ulm auf. Damit will die Gewerkschaft den Druck auf den Arbeitgeber vor der zweiten Runde am 16. April deutlich erhöhen. ver.di rechnet damit, dass der Fahrdienst an beiden Tagen in Ulm und Umgebung weitestgehend ausfällt wie bereits am ersten Warnstreiktag am 29. März. Auch betroffen von diesem Warnstreik ist die SWU Verkehr, deren Fahrerinnen und Fahrer zum Solidaritätsstreik aufgerufen sind. Andere Gesellschaften der Stadtwerke Ulm sind nicht betroffen.
Friederike DeCoite, ver.di Verhandlungsführerin: „Wir sorgen jetzt für maximalen Druck, um am 16. April einen Tarifabschluss zu erreichen. Wir bedauern sehr, dass nächste Woche auch die Kundinnen und Kunden belastet werden müssen für ein selbstverständliches Anliegen: Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit im gleichen Konzern. Deshalb rufen wir auch die Fahrerinnen und Fahrer der SWU zum Solidaritätsstreik auf.“
ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde eine Fahrdienstzulage von 13 Prozent, fünf Prozent Nahverkehrszuschlag sowie eine Lehrfahrerzulage von zehn Euro, um eine Angleichung der Gehälter im Konzern zu erreichen.
Die Arbeitgeberseite hat in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot gemacht und lediglich mitgeteilt, dass sie keinen Bedarf für die geforderten Zulagen sieht und allenfalls über die Lehrfahrerzulage reden würde. Die Friedenspflicht endete am 28. Februar 2026. Betroffen sind 173 Beschäftigte bei der SWU mobil, einer hundertprozentigen Tochter der kommunalen Stadtwerke Ulm, sowie 60 Beschäftigte bei der SWU Verkehr.
Die nächste Verhandlungsrunde ist am 16. April.
PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg