Das politische Wort zu Ostern: über aktuelle Dinge

Am Montag wurde meine Tante beerdigt und natürlich erlebt man bei so einem Anlass so allerlei Dinge, die einen bewegen. Einen Tag vor der Beerdigung sagte der 5 jährige Sohn meines Vetters (Enkel meiner anderen Tante): „Jetzt kannst du Sabine nicht mehr besuchen.“ Ich habe ihm erklärt, dass ich zum Glück noch zwei Mal vor ihrem Tod bei ihr war. Der letzte Besuch lag 6 Wochen zurück und als ich mich verabschiedet habe, sagte ich ihr, dass ich in 3 Wochen wiederkomme, weil ich Zwischenprüfung habe. Innerlich habe ich mich schon von ihr verabschiedet. Sie lebte zwar noch ein paar Wochen mehr, aber mir fehlte die Kraft, sie noch einmal zu besuchen, weil ich so viel mit der Umschulung zu tun hatte. Wieder einmal wurde mir bewusst, dass Arbeit und Freizeit nicht zusammenpassen und ich längerfristig etwas ändern muss.
Darüber hinaus wäre ich nicht zu Besuch gekommen, wenn nicht die Beerdigung gewesen wäre. Ich hätte also keine Zeit mit der Familie verbracht, wenn nicht jemand gestorben wäre. Ein Fehlverhalten, das leider nicht nur ich an den Tag lege und an dem viele von uns dringend arbeiten sollten…
Dann konnte eine Freundin von ihr aus Istanbul nicht zur Beerdigung kommen, weil sie kein Visum für Deutschland erhielt. Eine eher wohlhabende, voll berufstätige Person, die überhaupt keine Motivation hat, dauerhaft in Deutschland zu bleiben, darf nicht einreisen – einfach unfassbar! Auf der anderen Seite wurde mir bewusst, wie gut die Idee ist, meine Beerdigung filmen zu lassen. So kann jeder die Zeremonie anschauen, der nicht live dabei sein kann.
Ebenfalls kam zur Beerdigung ein Mann, den ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen habe und den ich damals zu meinem 40. Geburtstag eingeladen habe. Leider hat er es damals nicht einmal geschafft, abzusagen. Ich habe ihm zum Abschied gesagt, dass ich hoffe, dass wir uns das nächste Mal zu einem schöneren Anlass wiedersehen, z. B. zu einem Geburtstag. Dann habe ich ihn noch dezent auf meinen damals angesprochen, zu dem er es nicht einmal geschafft hat, abzusagen. Ich hoffe, er hat den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden…
Neulich war ich bei einer Veranstaltung zum Thema Wissenschaft und Fake News. Falschbehauptungen sind zwar gefährlich, können aber leicht entlarvt werden. Das größte Problem sind Halbwahrheiten, da diese mühsam auseinander dividiert werden müssen, um zu belegen, was wahr und was falsch ist. Darüber hinaus ist es schwer, rechtlich dagegen vorzugehen, weil klar aufgezeigt werden muss, was wahr und was falsch ist. In meiner Zeit bei der DB war ich vermutlich wie noch nie zuvor in meinem Leben mit Halbwahrheiten konfrontiert – gegen mich, wie auch gegen andere Kollegen. Dies ist einer von vielen Missständen in diesem Konzern und ich hoffe, dass es engagierte Mitarbeiter gibt, die dagegen vorgehen, auch wenn es Blut, Schweiß und Tränen kostet. Und ich bitte alle, die das hier lesen, im Alltag engagiert Halbwahrheiten entgegenzutreten. Ich für meinen Teil werde mir die Zeit nehmen, die es braucht, Halbwahrheiten zu entkräften und dagegen vorzugehen. Aber auch Lügen werde ich nicht mehr so einfach hinnehmen und bei Bedarf Rechtsmittel einlegen.
Gestern bin ich spritsparend über die A6 nach Frankreich gefahren. Insgesamt 5x (!!!) bekam ich Lichthupe. Die Spritpreise gehen durch die Decke und ich versuche daher, Kosten zu sparen, wo ich nur kann, was aber niemand zu raffen scheint. Hätte ich Zeugen dabeigehabt, ich hätte Anzeige erstattet (gestern kam in der Tagesschau, dass man wenn man 100 statt 130 fährt, man 2l auf 100 km spart – das ist noch mehr als ich dachte). Dann war rund um Kaiserslautern alles mögliche von der US-Army Base zu sehen, was mir schon lange missfällt, da sich die Amis aufführen, als ob es ihr Land wäre. Später ist noch ein Wagen der MP auf die Autobahn gekommen, was mich ebenfalls geärgert hat. Und so wie sich die USA seit Donald Trumps erneuten Amtsantritt verändert haben, sind sie kein Partner mehr von uns und ich will diese Streitmacht jetzt erst recht nicht mehr in meinem Land haben. ARMY GO HOME!
Marcel Kunz

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://filstalexpress.de/filstalexpress/205089/das-politische-wort-zu-ostern-ueber-aktuelle-dinge/

Schreibe einen Kommentar